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Jussi Adler-Olsen Das Alphabethaus Der Absturz zweiter britischer Piloten hinter den feindlichen Linien - ein Krankenhaus im Breisgau, in dem psychisch Kranke als Versuchskaninchen für Psychopharmaka dienen - Die dramatische Suche eines Mannes nach seinem Freund, den er dreißig Jahre zuvor im Stich gelassen hat. 'Eine unfassbare Geschichte: die Schrecken des Krieges und das Schicksal psychisch zutiefst beschädigter Patienten einer Nervenheilanstalt auf der einen Seite, die Freundschaft zweier englischer Piloten und die Suche nach einem Verschwundenen auf der anderen, gehört zum Besten, was Jussi Adler-Olsen je geschrieben hat. Wie er das groteske Elend der Patienten einer Nervenklinik als Folge des Krieges schildert, ist anrührend und beklemmend zugleich. Man liest das Buch mit allen Sinnen.' (Ingrid Brekke in 'Aftenposten') dtv 24894 Februar 2012, EURO 15,90 |
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John Irving Letzte Nacht in Twisted River 1954 in einem Flößer- und Holzfällercamp in den Wäldern von New Hampshire: Der 12-jährige Danny verwechselt im Dunkeln die Geliebte des Dorfpolizisten mit einem Bären, mit tödlichen Folgen. Der Junge muss mit seinem Vater Dominic, dem Koch des Camps, fliehen zuerst nach Boston und von dort weiter nach Vermont und Iowa und schließlich nach Kanada, verfolgt von einem Rächer, der auch nach Jahrzehnten nicht vergisst. detebe 24099 Februar 2012, EURO 13,90 |
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Melinda Badj Abonji Tauben fliegen auf "Wir haben hier noch kein menschliches Schicksal, wir müssen es uns erst noch erarbeiten", sagt Ildikos Mutter. Längst ist die Familie eingebürgert und betreibt ein Café in bester Seelage. Doch angekommen sind sie nicht, die beiden Töchter Ildiko und Nomi wachsen zwischen zwei Welten auf, sind hin- und hergerissen zwischen der verlorenen Heimat in der Vojvodina und dem Wunsch, Teil der Schweizer Gesellschaft zu sein. Es dauert lange, bis Ildiko erkennt, dass hinter dem Schweizer Idyll knallharte Fremdenfeindlichkeit lauert. Ein höchst zeitgemäßer Text über Emigration und den Preis der Assimilation. dtv 14078 Februar 2012, EURO 9,90 |
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Peter Wawerzinek Rabenliebe Ein Buch wie ein Erdbeben. Über fünfzig Jahre quälte sich Peter Wawerzinek mit der Frage, warum seine Mutter ihn als Waise in der DDR zurückgelassen hatte. Dann fand und besuchte er sie. Das Ergebnis ist ein literarischer Sprengsatz, wie ihn die deutsche Literatur noch nicht zu bieten hatte. Ihre Abwesenheit war das schwarze Loch, der alles verschlingende Negativpol in Peter Wawerzineks Leben. Als er sie Jahre nach dem Mauerfall aufsuchte und mit ihr die acht Halbgeschwister, die alle in derselben Kleinstadt lebten, war das über die Jahrzehnte überlebensgroß gewordene Mutterbild der Wirklichkeit nicht gewachsen. Es blieb bei der einzigen Begegnung. Aber sie löste - nach jahrelanger Veröffentlichungspause - einen Schreibschub bei Peter Wawerzinek aus, in dem er sich das Trauma aus dem Leib schrieb: Über Jahre hinweg arbeitete er wie besessen an Rabenliebe, übersetzte das lebenslange Gefühl von Verlassenheit, Verlorenheit und Muttersehnsucht in ein großes Stück Literatur, das in der deutschsprachigen Literatur seinesgleichen noch nicht hatte. btb 74265 Februar 2012, EURO 10,99 |
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Wolfgang Herrndorf Sand "Er aß und trank, bürstete seine Kleider ab, leerte den Sand aus seinen Taschen und überprüfte noch einmal die Innentasche des Blazers. Er wusch sich unter dem Tisch die Hände mit ein wenig Trinkwasser, goß den Rest über seine geplagten Füße und schaute die Straße entlang. Sandfarbene Kinder spielten mit einem sandfarbenen Fußball zwischen sandfarbenen Hütten. Dreck und zerlumpte Gestalten, und ihm fiel ein, wie gefährlich es im Grunde war, eine weiße, blonde, ortsunkundige Frau in einem Auto hierherzubestellen." Während in München Palästinenser des "Schwarzen September" das Olympische Dorf überfallen, geschehen in der Sahara mysteriöse Dinge. In einer Hippie-Kommune werden vier Menschen ermordet, ein Geldkoffer verschwindet, und ein unterbelichteter Kommissar versucht sich an der Aufklärung des Falles. Ein verwirrter Atomspion, eine platinblonde Amerikanerin, ein Mann ohne Gedächtnis – Nordafrika 1972. Ein mitreißender Agententhriller – und noch viel mehr: ein literarisches Abenteuer, ein außerordentlicher Roman. ISBN 978-3-87134-734-4 Rowohlt Berlin Verlag 2011, EURO 19,95 |
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Luis Sepúlveda Der Schatten dessen, was wir waren Der letzte Coup Fünfunddreißig Jahre nach Pinochets Putsch treffen sich die einstigen Freunde Cacho, Lolo und Lucho, aus dem Exil zurückkehrend, in ihrer Heimat Chile - ein "Schatten dessen, was wir einmal waren", wie sie selbstironisch anmerken. Dickbäuchig sind sie geworden, kahl und graubärtig. Sie schwelgen in gemeinsamen Erinnerungen, während sie auf den Vierten im Bunde warten. Denn die Männer haben einen Plan: Sie sind hinter der verschollenen Beute eines Banküberfalls her, den eine Gruppe von Anarchisten 1925 durchgeführt hat und der in die Geschichte eingegangen ist. Doch dann gibt es Komplikationen: Der vierte Mann kommt nicht. Ein Ehekrach mit aus dem Fenster fliegenden Erinnerungsstücken, ein Toter am Straßenrand, die Ermittlungen von Inspektor Crespo und ein Fremder, der plötzlich bei den drei Freunden auftaucht - jetzt muss gehandelt werden. Sepúlveda erzählt von Verlierern, doch man könnte sie - mit dem Autor - auch anders charakterisieren: "Ich will denen eine Stimme geben, die versucht haben, die Welt zu verändern." Darum ging es, um nicht mehr und nicht weniger. Dass die Figuren des Romans trotz des Scheiterns nie ihren Glauben an Humor und Liebe verloren haben, macht sie am Ende doch zu Gewinnern. ISBN 978-3-85869-455-3 Rotpunkt Verlag 2011, EURO 18,00 |
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Jörgen Bracker Hinter der Nebelwand Pfingstmontag 1911. In Windeseile spricht sich Grauenvolles am Deich herum und versetzt die Bevölkerung an Dithmarschens Küste in helle Aufregung: Die Nachmittagsflut hat ein führerloses Motorboot aus der Nebelwand mitgebracht und im Hafen von Eckstedt angespült. In dem Boot liegt ein Mann, dessen Gesicht durch eine Schussverletzung bis zur Unkenntlichkeit entstellt ist. Der Landarzt Dr. Frank Wittenborg wird mit der Obduktion der Leiche beauftragt. Das Ergebnis seiner Untersuchungen ist so überraschend, dass er sich in die polizeilichen Ermittlungen einschaltet - aber alle Spuren scheinen sich wie im Nebel zu verlieren Dieser historische Krimi beruht auf einer wahren Begebenheit und versetzt den Leser in das Schleswig- Holstein um 1911 zwischen Husum und Kiel. Angereichert mit Originalbildern und -karten der Schauplätze. ISBN 978-3-529-04525-7 Wachhlotz Verlag 2011, EURO 19,90 |
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Claude Lanzmann Der patagonische Hase Claude Lanzmanns Film "Shoah" ist ein Meilenstein der Erinnerungskultur: auf unvergessliche Weise wird darin die Vernichtung der europäischen Juden dokumentiert. Mit seiner Autobiographie hat Lanzmann erneut ein bewegendes Werk geschaffen. Seine Erinnerungen umfassen das ganze 20. Jahrhundert, dessen Schrecken ebenso wie die Freiheitsmöglichkeiten. "Der patagonische Hase" ist ein außergewöhnliches Buch, das schon jetzt zu den Klassikern der Memoirenliteratur zählt. rororo 62619 Februar 2012, EURO 12,99 |
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Ulfert Becker/Christopher Braun 50 Dinge, die ein Norddeutscher getan haben muss Das Buch zu der gleichnamigen Aktion des NDR: Das Publikum wurde dazu aufgerufen, seine ganz persönlichen Favoriten vorzuschlagen, die man in Norddeutschland unbedingt einmal gemacht haben muss. Die 50 lustigsten, spannendsten, originellsten ... kurz: norddeutschesten Einsendungen sowie die "Geschichten dahinter" werden hier auf unterhaltsame Weise vorgestellt. Dazu werden Promis um ihre Meinung zu dem Thema gebeten. Ein "Muss" für jeden echten Bewohner der Tiefebene und ihre Besucher! ISBN 978-3-8419-0112-5 Edel Germany 2011, EURO 14,95 |
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Manfred Schlüter / Alexandra Junge Vom Fischer, der ein Künstler war In 30 Kurzgeschichten erzählt Manfred Schlüter von kleinen, kostbaren Momenten und den großen Fragen des Lebens. Zum Beispiel von einer Stadt, die für einen Augenblick den Atem anhält. Von einer Insel, die sich verliebt; oder einem Schatten, der seinen Menschen verlässt. Alexandra Junge fängt diese fantastische Welt mit feinem Strich ein. ISBN 978-3-939-435-37-2 mixtvision 2011, EURO 12,90 |
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Doron Rabinovici Andernorts Ethan Rosen und Rudi Klausinger: Beide sind sie Koryphäen auf demselben Gebiet, der Kulturwissenschaft. Und doch könnten sie unterschiedlicher nicht sein: Rosen ist überall zu Hause und nirgends daheim. Selbst der Frau, die er liebt, stellt er sich unter falschem Namen vor. Klausinger wiederum weiß sich jedem Ort anzupassen und ist trotzdem ruhelos: Was ihn treibt, ist die Suche nach seinem leiblichen Vater; sie führt ihn schließlich nach Israel zu Ethan Rosen. Dessen Vater, ein alter Wiener Jude, der Auschwitz überlebte, braucht dringend eine neue Niere. Bald wird die Suche nach einem geeigneten Spenderorgan für die Angehörigen zur Obsession. Herkunft, Identität, Zugehörigkeit Doron Rabinovici würfelt in seinem Roman "Andernorts" die Verhältnisse in einer jüdischen Familie gründlich durcheinander, deckt ihre alten Geheimnisse auf und beobachtet sie bei neuen Heimlichkeiten. Am Ende dieser packend erzählten Geschichte sind alle Gewißheiten beseitigt. Nur eines scheint sicher: Heimat ist jener Ort, wo einem am fremdesten zumute ist. st 4310 Februar 2012, EURO 9,99 |
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Heinrich Wille Der Mord, der keiner sein durfte Der Staatsanwalt packt aus In der Nacht vom 10. zum 11. Oktober 1987 stirbt Uwe Barschel, bis wenige Tage zuvor Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, in einem Hotel in Genf. Selbstmord oder Mord? Das ist die große Frage. Doch die Untersuchungen stehen von Anfang an unter einem schlechten Stern. In Genf wird geschlampt, in Deutschland weigert man sich, überhaupt ein Verfahren aufzunehmen. Heinrich Wille, Autor dieses Buches, tritt 1992 seine Stelle als Leiter der Lübecker Staatsanwaltschaft an. Er wird mit dem Fall Barschel betraut. Sein Buch ist ein präziser, detaillierter Bericht über die Ermittlungen, die nationalen und internationalen Verbindungen Barschels, seine teils wenig transparenten Unternehmungen. Und es ist ein ebenso genauer Bericht über die Behinderungen der Untersuchung, die Vorenthaltung von Beweismitteln seitens anderer Behörden, die Einmischung der Politik. Heinrich Wille hat das hier vorliegende Buch bereits 2007 geschrieben. Doch die Publikation wurde damals von der Schleswiger Generalstaatsanwaltschaft untersagt. Jetzt liegt es vor - das eindrückliche Dokument einer unmöglichen Ermittlung, das ebenso eindrücklich die Grenzen des Rechtsstaates aufzeigt, wie sie im Fall Barschel sichtbar geworden sind. ISBN 978-3-85869-462-1 Rotpunkt Verlag 2011, EURO 24,00 |
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Jochen Bonz, Juliane Rytz & Johannes Springer Lass uns von der Hamburger Schule reden Die Oral History einer Subkultur Ich bin neu in der Hamburger Schule und vielleicht komm ich hier nie wieder raus, sangen Tocotronic 1995 und betonten damit wenn auch mit kritischem Unterton ihre Zugehörigkeit zu einer Szene, die damals zum popkulturellen Kanon gehörte. Heute ist der Diskurspop aus Hamburg Geschichte seine Bedeutung für die deutsche Popkultur ist jedoch noch immer zu spüren. Dieses Buch nähert sich der Hamburger Schule in ausführlichen Interviews mit zehn Protagonistinnen, die als Musikerinnen, Labelbetreiberinnen, Konzertveranstalterinnen, DJs oder Journalistinnen die Szene maßgeblich prägten. Bislang wurde die Bedeutung von Frauen für die Entwicklung dieser Subkultur sträflich vernachlässigt, zu sehr standen Bands wie Tocotronic, Blumfeld oder Die Sterne im Mittelpunkt des Interesses. Die Hamburger Schule war jedoch immer mehr als nur eine Musikszene, wie die Interviewpartnerinnen betonen. Eine Vernetzung von politischen Diskursen und Alltagspraxen zeichnete sie aus, die im DIY-Gedanken der eigenen Kneipe, des eigenen Clubs, Labels oder Studios ihre Verwirklichung fand und bis heute in den (stadt)politischen Kämpfen in Hamburg spürbar ist. ISBN 978-3-931555-43-6 Ventil Verlag 2011, EURO 12,90 |
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Torsun und Kulla raven wegen deutschland 10 Jahre Egotronic - ein Blick hinter die Kulissen der Kultband. Zwischen Jugendzentrum und Festivalbühne, Drogenexzess und Studiosession zeigt "Raven wegen Deutschland" den Werdegang einer der stilprägendsten deutschen Bands der letzten Jahre. Zum zehnjährigen Bandjubiläum blickt Sänger und Bandgründer Torsun zurück auf die Zeit der Entstehtung des Durchbruchsalbums "Lustprinzip" und erzählt, garniert mit O-Tönen von Beteiligten, wie aus dem tiefsten Drogen- und Feirtexzess, aus Liebeskummer und Trennungsschmerz die Rakete entstand, die seitdem ein immer größeres Feuerwerk in den Himmel zaubert. Parallel zu Torsuns persönlichen Erinnerungen rollt Daniel Kulla die Bandgeschichte noch einmal von Anfang an auf und schildert mithilfe weiterer O-Töne von Zeitzeugen, wie es nach 2007 weiterging. "Raven wegen Deutschland" ist mehr als eine Chronik, es ist eine Kampfansage! ISBN 978-3-931555-42-9 Ventil Verlag 2011, EURO 12,90 |
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Andrzej Stasiuk Dojczland "Man muß in Tulcea gewesen sein, um den Anblick von Frankfurt am Main bewältigen zu können. Man muß einen Abdruck der rumänischen Steppe im Herzen tragen, um da heil rauszukommen." Der Erzähler des Bestsellers "Dojczland", ein literarischer Gastarbeiter auf Lesereise kreuz und quer durch die Bundesrepublik, verbirgt nicht, daß er lieber auf dem Bukarester Gara de Nord als am Stuttgarter Hauptbahnhof angekommen wäre. Warum fühlt er sich so unbehaglich? Warum wird er die Ängste nicht los? Und warum rührt ihn der deutsche Papst, der in Auschwitz niederkniet? Nach Deutschland fahren, das ist Psychoanalyse! So selbstironisch spielt Stasiuk mit Ängsten, Vorurteilen und Klischees, den eigenen, den fremden, daß ihn ein polnisches Skandalmagazin als bezahlten Einflußagenten Berlins anprangerte. Suhrkamp st 4316 Februar 2012, EURO 7,99 |
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