Lesung
Amtsgericht Meldorf, Domstr. 1
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5. Mai 2010, 19.°° Uhr
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Eintritt:
Vorverkauf: EURO 7,--, ermäßigt EURO 3,50
Abendkasse: EURO 8,--, ermäßigt EURO 4,--
Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
Eine Veranstaltung von "Unternehmen Leselust" e.V. und dem Peter Panter Buchladen
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Heinz Jürgen Schneider liest aus: Tod in der Scheune
Krimi-Lesung im Meldorfer Amtsgericht
Heinz Jürgen Schneider weiß, wovon er schreibt. Von Beruf und aus Berufung Rechtsanwalt, arbeitet er als Strafverteidiger in ganz Deutschland. 2009 erschien sein historischer Schleswig-Holstein-Krimi „Tod in der Scheune“. Den wird Schneider am Mittwoch, 5. Mai um 19 Uhr im Meldorfer Amtsgericht (Saal 1) dem Dithmarscher Publikum vorstellen.
Das „Unternehmen Leselust“, Förderverein für die Meldorfer Stadtbücherei, der Peter Panter Buchladen und das Meldorfer Amtsgericht laden zu dieser Lesung im Rahmen der Meldorf-Woche ein.
Im September 1931 wird an der Westküste Schleswig-Holsteins eine Bauerntochter
erhängt in einer Scheune aufgefunden. Walerjan Smucek, ein junger polnischer
Erntehelfer vom benachbarten Gut, kauert völlig verstört bei der Leiche und legt ein
Geständnis ab. Der "Scheunenmord" bewegt die ganze Gegend. Viele warten auf
einen schnellen, kurzen Prozess und die Todesstrafe - die Sache scheint ja klar. Da die
Familie der Toten aus der schwarzbraunen "Landvolkbewegung" stammt, erreicht der
Fall zudem eine politische Brisanz: Der Bruder, ein SA-Mann, fordert am Grab
"Deutsche Sühne". Doch dann wird der Rechtsanwalt Johannes Blum zum Pflichtverteidiger
des Polen bestellt, ein Gegner der im damaligen Deutschland zulässigen
Todesstrafe. Im Gefängnis hört er vom Angeklagten eine ganz andere Geschichte, in
der es um eine heimliche, hoffnungslose Liebe und um den Plan eines gemeinsamen
Selbstmords geht. Blum kann das schwer glauben, aber es gibt Ungereimtheiten. Zu
Prozessbeginn gibt es einen großen Presseandrang. Ein Mob auf den Zuschauerbänken
und ein SA-Aufmarsch begleiten die Eröffnung. Schwere Tumulte gehen mit
der Verhandlung einher und Rechtsanwalt Blum fürchtet um seine Sicherheit und
Reputation. Wie wird das Schwurgericht diesen Fall entscheiden?
Schneiders Krimi – sein Debüt übrigens - ist eine Mischung aus Fiktion und Realität, aus Dorfklatsch und tatsächlichem Justizskandal in der Zeit des aufkommenden deutschen Faschismus. Eine höchst spannende Lektüre. Schneider fasziniert zudem durch einen Erzählstil, der geprägt ist von kurzen, prägnanten Sätzen. Ohne Schnörkel kommt sein alter Ego, Rechtsanwalt Blum, immer wieder auf den einen Punkt: im Zweifel für den Angeklagten.
Heinz Jürgen Schneider wurde 1954 geboren und ist seit 1981 Rechtsanwalt. Er
arbeitet als Strafverteidiger und hat Verfahren im ganzen Bundesgebiet geführt. Seit
seiner Doktorarbeit über “Die Politik der Inneren Sicherheit” beschäftigt er sich kritisch
mit der staatlichen Sicherheitspolitik. Zu diesem Thema hat er sich in Veröffentlichungen,
Interviews und auf Veranstaltungen geäußert. 2002 war er Mitautor eines Buches über
politische Strafverteidiger in der Weimarer Republik.
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Lesung
Brasserie & Restaurant V, Klosterstr. 4
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5. Februar 2010, 20.°° Uhr
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Eintritt:
Vorverkauf: EURO 7,--, ermäßigt EURO 3,50
Abendkasse: EURO 8,--, ermäßigt EURO 4,--
Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Kristof Magnusson liest aus: Das war ich nicht
Jasper Lüdemann hat es geschafft. Er ist aus dem Back Office in den Händlersaal der großen Investmentbank in Chicago aufgestiegen.
Meike ist Übersetzerin. Der Bestsellerautor Henry LaMarck ist "ihr" Autor, ihre Existenzgrundlage. Den versprochenen großen Roman hat er noch nicht abgeliefert und ist abgetaucht. Um LaMarck zu finden, ist sie in Chicago.
Seit Jasper Meike in einem Café getroffen hat, brennt er für sie. Um ihr zu imponieren, zeigt er ihr, wie man Geschäfte macht. Er macht jedoch Verluste, gerät in eine aussichtslose Lage, bis er LaMarck begegnet.
"Das war ich nicht" erzählt von drei Menschen, deren Leben durch Zufall in eine abenteuerliche Abhängigkeit gerät. Und gäbe es nicht die Möglichkeit der Liebe, vielleicht auch die Unmöglichkeit, die dem Leben eine andere, unvermutete Wendung gibt, wer weiß, ob sich ein Ausweg finden würde.
"Fulminant geschrieben, zum Schreien komisch, berührend und klug." (NDR Kulturjournal)
"...fesselt bis zuletzt mit einer überaus witzigen, klug komponierten Geschichte und raffiniert glaubwürdigen Figuren." (FAZ)
"Junge Literatur kann auch einfach gut sein. Kristof Magnusson hat einen Roman geschrieben, auf den sich alle einigen können. Und zwar nur, weil er so lesbar ist." (jetzt.de/Süddeutsche Zeitung)
Kristof Magnusson ist 1976 in Hamburg geboren. Er machte eine Ausbildung zum Kirchenmusiker, arbeitete in der Obdachlosenhilfe in New York, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.
Sein Debütroman "Zuhause", den er seinerzeit auch in Meldorf vorstellte, wurde mit dem Rauriser Literaturpreis 2006 ausgezeichnet.
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Buchvorstellung
Bornholdt, Zingelstr. 14
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22. Januar 2010, 20.°° Uhr
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Eintritt:
Vorverkauf: EURO 7,--, ermäßigt EURO 3,50
Abendkasse: EURO 8,--, ermäßigt EURO 4,--
Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
Eine Veranstaltung von "Unternehmen Leselust" e.V. und dem Peter Panter Buchladen
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Eldad Stobezki: Israel und die Juden im Spiegel zeitgenössischer Literatur
Eldad Stobezki präsentiert eine Auswahl zeitgenössischer Literatur, Sach- und Jugendbücher, die 2009 in deutscher Sprache erschienen sind.
Es ist nicht nur der Krieg, der den Alltag und den Buchmarkt in Israel beherrscht. Sara Shilo, Assaf Gavron, Lizzie Doron, Michal Zamir, Benny Ziffer,Zvi Yanai und andere wichtige Autoren erzählen von unterschiedlichen Themen - vom Gegensatz und der Koexistenz der Kulturen, von einem oft auch banalen Alltag in einer Krisenregion.
In anderen Ländern schreiben jüdische Autoren über das Leben in der Diaspora, den Umgang mit dem Erbe des Nationalsozialismus in Deutschland und Österreich. Reisen in die Vergangenheit, Migrationsgeschichte und jüdische Tradition sind Gegenstand dieser Romane. Beispielhaft dafür stehen Johanna Adorján, Michael Wuliger und Ana Novac.
Eldad Stobezki, geboren 1951 in Israel, lebt seit 1979 in Frankfurt am Main, ist Übersetzer, Literaturagent, Gutachter, Scout und Kenner der israelischen Literaturszene.
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Lesung
Ditmarsia, Süderstr. 16
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19. November 2009, 20.°° Uhr
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Eintritt:
Vorverkauf: EURO 9,--, ermäßigt EURO 4,50
Abendkasse: EURO 10,--, ermäßigt EURO 5,--
Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Judith Herrmann liest aus: "Alice"
Endlich ist es soweit. Judith Hermann liest auf Einladung des Peter Panter Buchladens am 19.11.2009, um 20°° Uhr in der Ditmarsia, Süderstr. 16, in Meldorf.
Judith Hermann, mit ihren beiden Büchern "Sommerhaus später" und "Nichts als Gespenster", gehört zu den wichtigsten deutschsprachigen Autorinnen.
"Alice", so heißt ihr neues Buch, ist ein Buch von ungeheurer Kraft, erstaunlicher Nüchternheit und literarischer Schönheit. Die Autorin erhielt dieses Jahr den "Friedrich Hölderlin-Preis" der Stadt Homburg für ihr bisheriges Werk, vor allem für ihren jüngsten Prosaband "Alice", der "fünf atmosphärisch ebenso bezwingende wie stilistisch meisterhafte Geschichten vom Sterben und von der Erfahrung des Verlustes versammelt", heißt es in der Begründung der Jury.
Wenn jemand geht, der dir nahe ist, ändert sich dein ganzes leben, es ändert sich, ob du willst oder nicht. Alles wird anders. Alice ist die Heldin dieser fünf Geschichten, alle erzählen von ihr - und davon, wie das Leben ist und das Lieben, wenn Menschen nicht mehr da sind. Dinge bleiben zurück, Bücher, Briefe, Bilder, und ab und zu täuscht man sich in einem Gesicht.
Judith Hermann erzählt mit fester und berührender Stimme, wie Lebenswege sich kreuzen, die Richtung ändern und unwiederbringlich auseinandergeführt werden. Sie setzt Momentaufnahmen, sie leuchtet aus, deutet an, ihre Sprache registriert leise Befindlichkeiten, spürt Stimmungen auf, seismografisch genau ertastet sie die oberste Schicht des Alltags, die unmerklichen Veränderungen im Lauf der Wochen, Monate vor und nach dem Sterben, dem Tod. Die große Emotion, das Drama, der Schrei - sie finden nicht statt, die Sätze überschlagen sich nicht, die Sprache reißt nicht auf, ist ganz bändige Form, verknappt, konzentriert. Judith Hermann gelingt es, ganz pathosfrei vom Tod und der Trauer der Hinterbliebenden zu erzählen und doch mit ihrer so anspruchlos erscheinenden Sprache die existenzielle Verunsicherung Alices greifbar zu machen.
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Konzert
Ditmarsia, Süderstr. 16
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1. Oktober 2009, 20.°° Uhr
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Eintritt:
Vorverkauf: EURO 10,--, ermäßigt EURO 5,--
Abendkasse: EURO 11,--, ermäßigt EURO 6,--
Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Hierba Buena: Musica bohemia
"Hierba buena" wollen nach ihrem letzten Programm "Tangos y Canciones"
jetzt das neue Programm "Musica bohemia" ihrem Meldorfer Publikum vorstellen.
Sonnica Yepes (Gesang) und Thomas Hanz (Gitarre) erzählen mit ihren auf spanisch gesungenen Liedern Geschichten aus dem Alltag, von der Liebe und dem Leben an sich. Man muß kein Spanisch verstehen, um den Herzschmerz, die Melancholie, die Sehnsucht und die Trauer aus den Liedern herauszuhören.
Charmant führen die Künstler in jedes ihrer Stücke ein. Mit knappen Erzählungen, Kommentaren oder mimischen Darbietungen, die ein enormes schauspielerischen Talent verraten.
Sonnica Yepes und Thomas Hanz präsentieren "Musica bohemia" mit viel
Einfühlungsvermögen und einem faszinierenden Dialog zwischen Jazz-Stimme und klassischer
Gitarre: Betörend, schön, mit fein abgeschmeckten Prisen
von Tango, Samba und Jazz ergibt sich ein feuriger und würziger Geschmack,
frisch, aber auch scharf, ein Geschmack von dem man nicht genug bekommen
kann.
Sonnica Yepes ist Tochter einer Schauspieler-Familie aus Madrid und studierte
Jazz-Gesang und Musiktheater an der Folkwang-Schule in Essen. Sie ist
zusammen mit Thomas Hanz als Duo "Hierba buena" Preisträgerin beim
internationalen Wettbewerb "Voice and Guitar" in Völklingen 2004 und Preisträgerin des niedersächsischen "Jazz In" 2008.
Im Mai trat sie in Madrid auf als Schauspielerin im Theaterstück von Monica Cano "Que felices son los perros en la playa". Sie lebt seit 1999 im Ruhrgebiet.
Thomas Hanz studierte ebenfalls an der Folkwang-Schule in Essen und
absolvierte sein Gitarren-Konzertexamen an der Musikhochschule Köln bei Professor Roberto Aussel.
Er ist seit 1998 künstlerischer Leiter und Initiator des "Gitarrenfestivals Ruhr".
Musikalisch ist er in mehreren Formationen unterwegs. Als Solist, im Duo
mit "Hierba buena" oder mit Kirchenorgel , im Gitarrenquartett "somos quatro" und im Tango-Sextett "Un Tango mas".
Pressestimmen:
- "Der dunkel gekleidete Instrumentalist und die in blutrotem Gewand auftretende spanische Sängerin mit ihrem tiefschwarzem Haar boten äußerlich einen reizvollen Kontrast, atmeten aber in ihrer sensiblen Musikalität gepaart mit Virtuosität völlig im Gleichkang, verwandelten ihre Intonationen mit Charme und Esprit zu zauberhaften tiefsinnigen Szenarien.
Die wie aus einem gemeinsamen langen Atem kunstvoll gestalteten Szenarien großer Gefühle endeten mit großem Applaus." - Rheinische Post -
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Lesung
Brasserie und Restaurant V, Klosterstr. 4
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22. August 2009, 20.°° Uhr
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Eintritt:
Vorverkauf: EURO 6,--, ermäßigt: EURO 3,--
Abendkasse: EURO 7,--, ermäßigt: EURO 3,50
Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Schleswig-Holstein im Rahmen des
Literatursommers Schleswig-Holstein 2009 (gefördert durch die Robert Bosch Stiftung)
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Artur Becker liest aus: "Wodka und Messer. Lied vom Ertrinken"
und Gedichte aus: "Ein Kiosk mit elf Millionen Nächten"
Kuba Dernicki ist ein glücklicher Mensch. Er hat Arbeit und Familie und lebt seit vielen Jahren im Paradies, in Deutschland.
Doch eines Tages treibt ihn eine starke Sehnsucht zurück nach Polen, in die alte Heimat, an die Stätten seiner Kindheit, an den Dadajsee. In eine wunderschöne Landschaft, bevölkert von überaus eigenwilligen Menschen, die mit List, Humor und Wodka überleben. Und die sich Geschichten erzählen, in denen die Toten, auch wenn sie nicht katholisch sind, wiederauferstehen.
Wie Marta, Kubas junge Geliebte, die vor vielen Jahren auf der Flucht vor kommunistischen Häschern im eiskalten Dadajsee ertrunken ist - und die in der Hoteldirektorin Justyna Star (einer Doppelgängerin?) weiter lebt, schön und begehrlich, wie damals. Kein Wunder, daß Kuba sich in Justyna verliebt und daß von nun an ein ganzes Dorf verrückt spielt, der Bürgermeister Król wie der Pfarrer Kazimierz, die einäugige Tante Ala wie Wojtek, ihr Galan. Und in deren Mitte taumelt Kuba, den ein sprechendes Messer begleitet, von Augenblick zu Augenblick, hinein ins Herz der Erinnerung.
"Das Themenarsenal wird auf banalem Terrain abgehandelt. Gegenwartsgeschehen in einem polnischen Dorf. Denkt man zunächst. Dann stellt man fest, daß man auf einem philosophischen Zwischenboden steht, unsicher, was über, was unter einem geschieht, zur gleichen Zeit; oder geschah, zu anderen Zeiten, aber gleichzeitig wieder sichtbar wird. Wohin ist man lesend geraten?...
Diese spinnwebfeinen Netze religiöser und philosophischer Natur, filigrane Diskurse, deren Sinn und Zweck es ist, die Matrix der Illusion zu kartographieren, legen sich über den banalen Alltag in Wilimy, der geprägt ist von blöden Hochzeiten, versoffenen Zusammenkünften, kurzweiligen Trieben und dem Räuchern der Fische. Manchmal reißt ein Netz über oder unter dem derben Geschehen, den unflätigen Reden oder unzüchtigen Anträgen, und es wird nie klar, auf welche Weise der Autor es wieder flickt: so kunstvoll verschlungen ist das erneut vertäute Garn...
Was für ein Roman! Was für ein Erzähler! Was für eine unglaubliche Geschichte!"
(Barbara Bongartz, Junge Welt)
Artur Becker ist selbst ein Grenzgänger zwischen Polen und Deutschland. Wie seine Hauptfigur stammt der Erzähler aus Masuren. Er debütiert 1984 in Polnisch mit einem Lyrikband. Seit 1985 lebt er in Deutschland. 1989 wechselt er seine literarische Sprache und schreibt seitdem auf Deutsch. Mit "Wodka und Messer. Lied vom Ertrinken" hat Artur Becker der masurischen Landschaft und ihren Menschen ein Denkmal gesetzt.
"Die Emigration ist eine Fünfstufenrakete", schreibt Artur Becker in "Wodka und Messer". "Eins - man flieht; zwei - man gewöhnt sich; drei - man vergisst; vier - man erinnert sich; fünf - man will zurückkehren, aber es geht nicht mehr." - "Wer Beckers Bücher liest, muss glauben, dass sich der polnischstämmige Autor, der mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet wurde, selbst in Stufe fünf befindet. Denn seine Romane handeln von Menschen, die nach langer Emigration ihrer Sehnsucht erliegen und in die alte Heimat zurückkehren." (FAZ)
Man solle ihn aber nicht "deutsch-polnischer Autor" nennen, sagt Becker, "ich bin polnischer Autor deutscher Sprache." Das sei für viele Deutsche schwer zu verstehen, sagt er, "aber ich kann es nicht ändern."
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Lesung
Bornholdt, Zingelstraße 14
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30. Juni 2009, 19.°° Uhr
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Eintritt:
Vorverkauf: EURO 5,--
Abendkasse: EURO 5,--
Spende für "Leselust e.V."
Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit "Leselust" e.V.
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Aurelia Heuer - Gewinnerin des "Vertell doch mal"-Schreibwettbewerbes des NDR
Ein Abend mit Geschichten und Gesprächen
(Foto: NDR)
Von Gesine Groll
Das Schreiben ist für sie Therapie. Seit mehr als zwei Jahrzehnten leidet Aurelia Heuer (62) an einer überaus schmerzhaften Knochenkrankheit. Wer durch so eine Krankheit geht, macht besondere Erfahrungen. In ihren Gedichten und Geschichten fasst Aurelia Heuer diese in Worte.
So auch in ihrem Beitrag zum diesjährigen plattdeutschen Schreibwettbewerb „Vertell doch mol“ des NDR. Ihre Erzählung von einem autistischen Kind, das darum kämpft, aus dem „Glasmantel“ seiner Krankheit auszubrechen, hat die Jury überaus beeindruckt. „Mien swoorste Kampf“ sei „traumhaft geschrieben“ und verdiene deshalb den ersten Preis, lautet das Urteil.
Gestern Vormittag wurde Aurelia Heuer während einer Matinee im Hamburger Ohnsorg-Theater zur Gewinnerin des Wettbewerbes 2009 gekürt, der mit 1000 Euro dotiert ist. Es ist nicht die erste Matinee, bei der sie dabei war, 2004 kam die Gudendorferin bereits unter die besten 25 von weit über 2000 Teilnehmern. Platt schreibt sie nur für den NDR, sonst verfasst sie ihre Reime und Erzählungen in Hochdeutsch. „Ich kann Platt nicht sprechen, nur schreiben und verstehen“, erzählt sie.
Dass sie 1999 ihre erste auf Platt verfasste Geschichte beim NDR einreichte, verdankt sie einem Zufall. Freundinnen hatten einen von ihr „heimlich verfassten“ Text op Platt zu lesen bekommen und sie ermuntert, an dem Wettbewerb „Vertell doch mol“ teilzunehmen.
Ihren Schreibstil bezeichnet die 62-Jährige mit „psychodelisch“, was „die Seele hervorbringen“ bedeutet. „Ich denke viel an Menschen, die kein normales Leben führen können, wohl weil es mir wegen der Schmerzen ebenso geht“, sagt sie. Und so hat die Geschichte von dem kleinen Autisten, der sich aus seinem „Glasmantel“ herauskämpft, gewisse autobiographische Züge.
Letztlich ist Aurelia Heuers literarisches Schaffen auch geprägt von der Lektüre zahlreicher Autobiographien. Als Beispiele nennt die Bücher über das Leben von Franz Kafka, Vincent van Gogh und Martin Luther. „Denen ging es ähnlich wie mir, sie waren aktiv, um aus ihrem Leiden herauszukommen.“
Das Aktivsein bezieht sich in Aurelia Heuers Leben denn nicht nur auf das Schreiben. Trotz ihrer Schmerzen will sie arbeiten, was Karin Ahl („Die lebenswerteste Chefin der Welt“) ihr in ihrem Steuerbüro stundenweise ermöglicht. 1975 gründete Aurelia Heuer den Gudendorfer Sportverein, war viele Jahre dessen Vorsitzende. Liebevoll kümmert sie sich um ihre drei Enkelkinder, und sie trifft sich regelmäßig mit Freundinnen zum Zwickern. So auch Anfang Juni, „dann bin ich wieder dran“ – man kann sich denken, dass an diesem Tag weniger Karten gespielt, sondern der Sieg beim Schreibwettbewerb tüchtig gefeiert wird.
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Lesung
Bornholdt, Zingelstraße 14
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14. Mai 2009, 20.°° Uhr
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Eintritt:
Vorverkauf: EURO 6,--, ermäßigt EURO 3,--
Abendkasse: EURO 7,--, ermäßigt EURO 3,50
Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Svealena Kutschke liest aus : "Etwas Kleines gut versiegeln"
"Ein Debüt von außergewöhnlicher Sprachkraft und Welthaltigkeit, das von Menschen erzählt, die ihr Glück jenseits der gängigen Spuren suchen", und tatsächlich ist Svealena Kutschke ein ganz ungewöhnlich schöner und guter Roman gelungen. Eine Geschichte, die genau so knallpink wie der Umschlag des Buches ist, eine Geschichte für alle, die bisher nicht wußten, wie wunderbar die Farbe rosa sein kann.
Svealena Kutschke ist in Lübeck geboren, studierte Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis in Hildesheim und lebt heute in Berlin. Sie erhielt 2006/2007 das Werkstatt-Stipendium der Jürgen-Ponto-Stiftung und ist Preisträgerin des Open Mike der Berliner Literaturwerkstatt 2008. Ihre Erfahrungen eines längeren Aufenthalts in Australien fanden sicherlich Eingang in "Etwas Kleines gut versiegeln".
Ist das Leben ein seltsames Höhlensystem?, fragt sich Lisa, als sie ihr Fotografiestudium abbricht, auf einen Brückenbogen klettert und die Kamera auf die Bahngleise wirft. Australien ist ihr gerade weit genug. Sie geht nach Sydney, wo sie bei Marc wohnt, dem fürsorglichen Ex-Freund ihres Bruders. Dort wirft sie sich zwischen die schillernden Nachtgestalten in der Oxford Street und fixiert allabendlich die sinkende Sonne wie einen Feind: Wer zuerst untergeht, hat verloren. Aber in ihrer Tasche liegen noch immer sechs Filmdosen mit Bildern von B im zerknautschten Kleid über den haarigen Beinen und mit dem Lippenstift auf den schiefen Zähnen.
Als wäre das nicht genug, findet sie auf der Straße ein einzelnes Foto, auf dem sie selbst in einer ihr vollkommen unbekannten Umgebung zu sehen ist. Sie macht sich auf die Suche nach diesem Ort, immer begleitet vom ironisch-philosophischen Fragenkatalog des Künstlerduos Fischli & Weiss.
So hangelt sie sich durch Merkwürdigkeiten ihres Alltags, entwirft lustvoll Erklärungen, staunt, dass alles immer anders kommt als gedacht. "Ist mein Lügengebilde ein Meisterwerk an Innovation und Statik?" Lisa lässt sich in ein seltsames Spiel verwickeln. Die Grenzen des Realen verschwimmen, und die Polaritäten der Geschlechterfestlegung sowieso.
Dass ihre Kapitelüberschriften dabei anmuten wie aus dem Fischli & Weiss-Fragenkatalog, ist dabei kein Zufall, sondern literarisches Programm.
"Die aufgegriffenen alltäglichen, manchmal scheinbar banalen Themen und Gegenstände bekommen dadurch ihre Aussage, dass sie in Beziehung zueinander gesetzt werden oder unerwartet im Kontext eines Museums oder einer Ausstellung auftauchen" (wikipedia über Fischli & Weiss) - oder ebenso unerwartet auftauchen wie in diesem Roman von Svealena Kutschke.
Ein Roman, "in dem alles blinkt und blitzt und schimmert und knallt." (WDR 1Live)
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Lesung
Bornholdt, Zingelstraße 14
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23. April 2009, 20.°° Uhr
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Eintritt:
Vorverkauf: EURO 6,--, ermäßigt EURO 3,--
Abendkasse: EURO 7,--, ermäßigt EURO 3,50
Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Marie-Thérèse Schins liest aus : "Reisen mit mir selbst und mit anderen"
Am "Welttag des Buches", dem 23. April, wird Marie-Thérèse Schins auf Einladung des Peter Panter Buchladens aus ihren Büchern unter dem Motto "Reisen mit mir selbst und mit anderen" in der Meldorfer Kulturkneipe Bornholdt lesen.
Marie-Thérèse Schins lässt sich in keine Schublade packen. Sie wurde als siebtes von zehn Kindern in den Niederlanden geboren und lebt seit 35 Jahren -wenn sie nicht gerade auf Reisen ist- in Hamburg. Seit dem vierten Lebensjahr konnte sie lesen und schreiben und hat damit glücklicherweise nie wieder aufgehört. Nach dem Abitur hat sie eine Ausbildung zur Bibliothekarin absolviert und anschließend die Kinderbibliothek in Nijmegen geleitet. Doch sie bildete sich als Malerin weiter, ließ sich zusätzlich in Poesie- und Bibliotherapie ausbilden. Sie übernahm einen Lehrauftrag an der Fachhochschule Hamburg und engagiert sich in der multikulturellen Arbeit mit Jugendlichen und in der Trauerarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.
Aber die gemütliche Wohnung in Blankenese sieht Marie-Thérèse Schins nur selten, denn sie ist ein Arbeitstier und ständig auf Reisen. Fremde Länder erkundet sie nicht als Touristin, sondern überwiegend im Zuge von Recherchen und mit dem prüfenden Auge des sozial engagierten Medienprofis. Sie ist viele Monate im Jahr unterwegs, bevorzugt in ihrer "zweiten Heimat" Indien, wo sie seit einigen Jahren intensiv an der Einrichtung eines landesweiten Netzwerkes von Kindergärten, Schulen, Waisenhäusern und Büchereien für benachteiligte Kinder arbeitet.
"Ein Freund interessierte sich dafür, was ich in Indien tat. Nur durch seine persönliche, großzügige finanzielle Unterstützung konnten wunderbare Projekte verwirklicht werden. Ich fand professionelle Helfer. Jetzt entwerfen wir gemeinsam vor allem Pläne für die Schulen der Ärmsten. Inzwischen haben wir ein ganzheitliches Konzept entwickelt, das vielleicht ein Vorschlag für weitere Schulen sein könnte:
Für mehrere Jahre adoptieren wir ein Projekt. Wir versuchen herauszufinden, was die Schüler am dringendsten benötigen, um ihnen eine lebenswerte Kindheit und Jugend zu ermöglichen.
Immer, wenn ein Projekt so weit ist, dass die Schule ausreichend saniert und aufgebaut wurde, wird diese Schule oder das Projekt in die Eigenständigkeit entlassen. Eine neue Schule wird adoptiert. Im Jahr 2005 wurden wir für das Ineinandergreifen der verschiedenen Projekte und ihrer pädagogischen Ansätze mit dem ersten Preis der indischen "Round Table" ausgezeichnet."
Wo sie neben ihren vielen ehrenamtlichen Aufgaben und Ihrer Arbeit als Übersetzerin (u.a. aus dem Dänischen, Koreanischen, Niederländischen und Spanischen) die Zeit hernimmt, Bücher zu schreiben, ist vielen Freunden und Bekannten ein Rätsel.
Doch Marie-Thérèse Schins schreibt - regelmäßig, gern und fast immer für Kinder und Jugendliche. Über 20 Bücher hat sie bereits veröffentlicht, am bekanntesten sind die fünf "Doro"-Bände, eine Mischung aus Reiseerzählung, Roman und Dokumentation. Für ihre Arbeit und ihre Bücher ist sie so häufig mit Auszeichnungen und Preisen geehrt worden, daß sie sich hier nicht mehr aufzählen lassen.
Wir freuen uns sehr, daß Marie-Thérèse Schins neue Texte vorstellen wird, denn eine bessere Botschafterin der Bücher und der Welt läßt sich wohl schwerlich finden.
"Reisen mit mir selbst und mit anderen" sind Tagebuchnotizen, Interviews und Impressionen aus anderen Welten.
"Reisen, durch die ganze Welt. Ein Traum? Ein Privileg? Meistens, aber nicht immer. Seit mehr als drei Jahrzehnten kreuz und quer durch die Welt zu reisen, auf der Suche nach Menschen und ihren Geschichten, nach Neuem, nach vorher nie Erlebtem. Neugierde als ständiger Reisebegleiter, aber auch Angst und Mut. Sich gelegentlich gestehen zu müssen, nicht immer alles zu mögen, ist oft notwendig. Erlebtes und Erfahrenes aus anderen Kulturen, in denen der Humor im Gepäck mehr Platz braucht als Socken und Zahnpaste."
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Lesung
Bornholdt, Zingelstraße 14
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23. März 2009, 20.°° Uhr
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Eintritt:
Vorverkauf: EURO 6,--, ermäßigt EURO 3,--
Abendkasse: EURO 7,--, ermäßigt EURO 3,50
Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit "Leselust" e.V.
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Suresh und Jyoti Guptara lesen aus : Calaspia - Der Schwertkodex
Das "Unternehmen Leselust" und der Peter Panter Buchladen laden ein zu einer Lesungsreihe der Autoren Suresh und Jyoti Guptara aus ihrem neuen Buch "Calaspia-Der Schwertkodex".
In der Zeit vom 23.-25.3.2009 wird es sieben Auftritte geben, und zwar an der "Klaus Groth Schule" in Heide, an der "Brutkampschule" in Albersdorf, an der "Gemeinschaftschule am Hamberg" in Burg, am "Berufsbildungszentrum" in Meldorf und an der "Gemeinschaftschule Meldorf".
Eine öffentliche Lesung findet am 23.3. um 20.°° Uhr in der Meldorfer Kulturkneipe "Bornholdt" statt.
Die Zwillingsbrüder versprachen nach der Premiere von "Calaspia-Die Verschwörung", so schrieb Anneliese Peters in der DLZ vom 8.3.2008, "auch den zweiten Band von Calaspia möglichst zuerst in Meldorf zu präsentieren", und die Autoren haben ihr Versprechen gehalten.
Dieses große Leseprojekt wird freundlicherweise unterstützt von der "Stiftung 150 Jahre Verbandssparkasse Meldorf" und der Klaus Groth Schule in Heide.
Zur Erinnerung:
Im ersten Band "Calaspia-Die Verschwörung" wird auf dem Planeten Calaspia das friedliche Dorf der menschenähnlichen Barue überfallen. Die Angreifer sind die Monster vom Berg des Wahnsinns. Der junge Bryn Bellyset und seine Freunde reisen unter großen Gefahren in die Hauptadt, um die Regierung vor dieser Bedrohung und einer möglichen Verschwörung zu warnen.
Am Ende des ersten Bandes haben die LeserInnen, genau wie Bryn selbst, nicht die leiseste Ahnung, wer hinter der Verschwörung steckt. Es ist erfreulich unklar, wer die Guten und wer die Bösen sind. Und das ist auch die Absicht der Guptaras. "Wir wollten plattes Schwarz-Weiss-Denken durchbrechen, sich das Gute zum Bösen und das Böse zum Guten wenden lassen."
Im zweiten Band des Calaspia-Zyklus "Calaspia-Der Schwertkodex" erlangt der bisher unerkannte Feind bereits die Macht über einzelne Gebiete. In Vorbereitung um die bevorstehende Schlacht werden Bryn und sein Freund Mittni vom Geheimbund der Culmus Sangui zu Schwertkämpfern ausgebildet. Als Bryns geliebte Großmutter Opfer eines tödlichen Anschlags wird, fällt er in eine tiefe Depression. Scheinbar zufällig gelangt Bryn in den Besitz eines Monsterschwertes, das eine verheerende Anziehung auf ihn ausübt und ihn immer mehr auf die Seite der Verschwörer zieht. Bryn muss sich entscheiden, wem er vertrauen und auf welcher Seite des Kampfes um Calaspia er eigentlich stehen will.
Jüngst wurden Suresh und Jyoti Guptara von der "Schweizer Illustrierten" unter die 100 wichtigsten Schweizer des Jahres 2008 gewählt.
Die Zwillingsautoren sind am 22.11.1988 in England geboren. Die Mutter ist Britin, der Vater Inder. Als Suresh und Jyoti 7 Jahre alt wurden, zog die Familie in die Schweiz. Inspiriert von der Lektüre von J.R.R. Tolkien und C.S. Lewis, entwickelten die Zwillinge bereits als Kinder in Rollenspielen eine eigene mystische Welt und begannen mit 11 Jahren an ihrem Werk "Calaspia" zu schreiben.
Suresh und Jyoti Guptara gehören zu den jüngsten Vollzeit-Autoren der Welt und ihre Bücher sind Bestseller und mittlerweile in viele Sprachen übersetzt.
Daß sie großen Spaß am Schreiben haben, spürt man in jedem Satz ihrer Fantasy Romane. Sie kennen sich darüberhinaus gut in der Fantasy Literatur aus und können souverän mit den Versatzstücken dieses Genres jonglieren.
"Wir wollten nicht so schreiben, wie schon tausendmal geschrieben wurde" sagt Suresh und "wir versuchen die Grenzen (der Fantasy) offen zu halten." Und Jyoti ergänzt: "Für uns ist Fantasy kein Eskapismus, sondern ein Spiegel der Realität."
"Bei den Guptaras schwingt auch immer eine leise Ironie mit, überhaupt ist der Roman voller Witz", schreibt Christine Lötscher, und der Autor Wolfgang Hohlbein ist beeindruckt vom "frischen Stil und der ungewöhnlich erzählten Geschichte".
Den Zwillingsbrüdern macht es Freude , bald auch viele Menschen in Dithmarschen für ihre Literatur und ihre Ideen zu begeistern.
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Konzert
Bornholdt, Zingelstraße 14
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16. Februar 2009, 20.°° Uhr
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Eintritt:
Vorverkauf: EURO 6,--, ermäßigt EURO 3,--
Abendkasse: EURO 7,--, ermäßigt EURO 3,50
Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Feleboga: Norwegische Volksmusik und Tänze
Auf Einladung des Peter Panter Buchladens sind Feleboga bei der "Norwegen-Woche" im Bornholdt zu Gast.
Feleboga besteht aus Elizabeth Gaver und Hans-Hinrich Thedens.
Elizabeth ist Amerikanerin und Hans-Hinrich ist Dithmarscher, aber beide leben in Norwegen und spielen Musik aus dem Tovdal in der Provinz Ost-Agder.
Dort lebt der Hardangerfiedler Salve Austenå, bei dem beide spielen gelernt
haben, und dessen Repertoire von kraftvoller Tanzmusik sie wahrscheinlich
besser kennen als irgendjemand sonst.
Feleboga spielen Konzerte und geben Tanzkurse. Hans-Hinrich arbeitet am
norwegischen Volksmusikarchiv an der Universität Oslo und hat seine
Doktorarbeit über Salve Austenå und die Musik im Tovdal geschrieben. Er
hält gerne Vorlesungen über norwegische Volksmusik und norwegische Tänze.
Elizabeth arbeitet als Musikerin hauptsächlich mit früher Musik und spielt
Barockgeige und mittelalterliche Fiedeln. Seit 1992 gehört sie zum Ensemble
Sequentia. Recherchen für Sequentias Programm mit Göttersagen aus der Edda führten sie nach Norwegen.
Elizabeth und Hans-Hinrich waren beide Mitglieder der Gruppe Chateau Neuf
Spelemannslag, die oft im Ausland unterwegs war. Als Feleboga haben sie
Konzerte, Gesprächskonzerte und Tanzkurse in Norwegen, Schweden, Polen, den USA und in Thailand gegeben. In Deutschland sind sie u.a. beim Tanz und Folkfest in Rudolstadt aufgetreten.
Das Konzertprogramm besteht aus älteren und neuen norwegischen Instrumentalstücken, die über viele Generationen weitergegeben und geformt worden sind. Die älteren Gangar- (Schreittanz) und Springar (Springtanz) -Stücke stammen aus dem 18. Und 19. Jahrhundert, die Walzer, Rheinländer und Polkas aus dem 19. Und 20. Jahrhundert. Dazu kommen Tanzlieder und Verse aus der gleichen Region, aus der Salve Austenå stammt, und einige Stücke aus anderen Regionen Südnorwegens.
Elizabeth und Hans-Hinrich spielen auf zwei Hardangergeigen aus dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts. Diese Instrumente haben außer den vier Spielsaiten auch 4 Resonanzsaiten, die ihnen ihren wunderbar leichten und schwebenden Klang verleihen. Außerdem sind sie reich mit Mustern und Einlagen aus Perlmutt und Knochen verziert, und die Schnecken sind kunstvoll als Löwen- und Frauenkopf geschnitzt.
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Lesung
Bornholdt, Zingelstraße 14
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19. Februar 2009, 20.°° Uhr
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Eintritt:
Vorverkauf: EURO 6,--, ermäßigt EURO 3,--
Abendkasse: EURO 7,--, ermäßigt EURO 3,50
Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Knut Andresen: sápmi- eine kurze reise in das land der samen und neue Gedichte
Auf Einladung des Peter Panter Buchladens liest der Maler und Dichter Knut Andresen in der Meldorfer Kulturkneipe Bornholdt im Rahmen der "Norwegen-Woche" aus seinen neuesten Werken.
Der 1938 in Friedrichstadt geborene Knut Andresen ist schon seit vielen Jahren ein Grenzgänger zwischen der schleswig-holsteinischen Westküste und Norwegen.
Auf seiner jüngsten Reise in den Norden entstanden ein Reisetagebuch, Gedichte und Bilder.
"sápmi- eine kurze reise in das land der samen" beschreibt seine Wanderung durch die finnmarks vidda auf der Suche nach dem mythischen Leben und der gesellschaftlichen Situation der Menschen im norwegischen Samland.
So wird aus der Begegnung mit einer alten Samin die Magie und die Lebensintensität deutlich, auf die Knut Andresen im Norden häufiger trifft.
Der Dichter und Maler spricht von Norwegen als seiner "spirituellen Heimat".
Seine neuesten Gedichte bezeichnet er als Sprachexperimente, als "traumhaftes" Spiel mit Worten aus unterschiedlichen und sich doch ähnelnden Sprachen: der norwegischen, der plattdeutschen und den alt-, mittel- und neuhochdeutschen Sprachen.
Knut Andresens Gedichte sind ein besonderes Erlebnis und erinnern beim Vortrag an einen wundervollen Gesang.
Anläßlich der "norwegischen Woche" ist ab dem Montag, dem 16.2. 2009, im Bornholdt außerdem eine Ausstellung seiner Bilder zu sehen , die im Anschluß an seine norwegischen Reise entstanden sind.
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Lesung
Bornholdt, Zingelstraße 14
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22. November 2008, 19.30 Uhr
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Eintritt:
Vorverkauf: EURO 6,--, ermäßigt EURO 3,--
Abendkasse: EURO 7,--, ermäßigt EURO 3,50
Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Robert Brack: Und das Meer gab seine Toten wieder
"Brack gelingt ein literarischer wie historischer Coup. Die Krimihandlung schürt die Spannung, führt in plastisch geschilderte Milieus und entfernt sich trotzdem nirgendwo aus der sozialen, politischen und kriminalistischen Wirklichkeit jener Krisenzeit. Das i-Tüpfelchen in Bracks Kabinettstück: Er präsentiert eine überzeugende Lösung. Seine faktenstarke Fiktion erhellt ein Stück Polizei- und Frauengeschichte, das so noch niemand sah.“
Tobias Gohlis, Die Zeit
Robert Bracks neuer Kriminalroman „Und das Meer gab seine Toten wieder“ erzählt die wahre Geschichte eines Polizeiskandals, der nie aufgeklärt wurde: 1931 werden die Leichen zweier Polizistinnen auf der Nordseeinsel Pellworm gefunden. Sie gehörten zur Hamburger Polizeieinheit „Weibliche Kriminalpolizei“, deren Leiterin Josephine Erkens für den vermeintlichen Doppelselbstmord verantwortlich gemacht wird. Konflikte innerhalb der Polizeibehörde, Machtkämpfe und Intrigen bilden ein Klima des Misstrauens, das durch die aufgeladene politische Stimmung Anfang der 1930er Jahre zusätzlich aufgeheizt ist.
Doch warum wurde die Abteilung der weiblichen Kriminalpolizei im Zuge der internen Ermittlungen komplett aufgelöst? War es wirklich Selbstmord? Oder gipfelten die Machtkämpfe schließlich in einem Doppelmord? Um diesen Fragen nachzugehen, kommt die britische Kriminalbeamtin Jennifer Stevenson nach Hamburg, doch willkommen ist sie hier nicht. Auch auf der Insel Pellworm, wohin sie ihre Recherchen führen, fühlt sie sich bald verfolgt und muss um ihr Leben fürchten. Allein der extravaganten, kommunistischen Journalistin Klara Schindler scheint sie vertrauen zu können.
Robert Brack nimmt die Lesenden mit auf eine Zeitreise: Meisterlich vermag er die Atmosphäre Anfang der 1930er heraufzubeschwören. Er zeichnet seine Figuren genau und sehr lebendig - so anschaulich, dass man ihnen überall hin gebannt folgt, sei es durch das Gängeviertel in Hamburg, ins wenig glamouröse Varieté oder ins endlose Watt vor Pellworm.
Über mehrere Jahre hat sich Robert Brack intensiv mit dem realen Fall beschäftigt. In seinem zeitgeschichtlichen Roman lässt er die fiktive Ermittlerin Jennifer Stevenson die Puzzleteile seiner selbst recherchierten Fakten zusammensetzen - und präsentiert eine mehr als wahrscheinliche Auflösung des Falls. Die historischen Figuren sind authentisch und ihren tatsächlichen damaligen Funktionen entsprechend dargestellt, auch sind sie mit ihren realen Namen versehen.
Robert Brack alias Virginia Doyle, Jahrgang 1959, lebt in Hamburg. Als Virginia Doyle ist er bekannt für seine historischen Kriminalromane. Als Robert Brack wurde er mit dem "Marlowe" der Raymond-Chandler-Gesellschaft für „Das Mädchen mit der Taschenlampe“ und mit dem „Deutschen Krimi-Preis“ für „Das Gangsterbüro“ ausgezeichnet. Zuletzt erschienen in der Edition Nautilus 2006 „Kalte Abreise“ (Reihe Kaliber .64) sowie 2007 „Schneewittchens Sarg“.
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Lesung
ALDRA-Marktplatz, Marschstraße
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8. November 2008, 17.30 Uhr
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Eintritt:
frei
Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Initiative "Energiesparstadt Meldorf" / Agenda 21 für Meldorf e.V.
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Dirk C. Fleck: Das Tahiti-Projekt
Dirk C. Fleck wurde 1943 in Hamburg geboren. Nach dem Besuch der Münchner
Journalistenschule war er Lokalchef der Hamburger Morgenpost, Chefreporter bei Tempo und Redakteur bei Merian und der Woche. Seit 1995 arbeitet er als freier Autor für Spiegel, stern, Geo und Die Welt.
Er ist Autor des Öko-Thrillers "Palmers Krieg" (1992) sowie des Zukunftsromans "GO! Die Ökodiktatur" (1994), für den er den deutschen Science-Fiction-Preis erhielt. Im Gegensatz zu dieser düsteren Vision legt Fleck nun mit dem "Tahiti-Projekt" den ersten positiven deutschen Zukunftsroman vor.
2022: Cording, Journalist des internationalen Reportagemagazins "Emergency",
ist müde von den vielen Recherchereisen an die zerstörten Orte dieser Welt,
zu denen mittlerweile auch seine Heimatstadt Hamburg gehört. Als er den
Auftrag erhält, über eine skurrile Ökosekte auf Tahiti zu berichten, nimmt
er dankend an. Er sieht darin zunächst nichts als eine wohlverdiente
Auszeit. Bis er dann begreift, dass die Tahitianer sich abseits des globalen
Wahnsinns völlig neu organisieren. Cording läßt sich vom Idealismus der
Tahitianer anstecken, er ist beeindruckt von dem harmonischen Zusammenspiel
zwischen Mensch, Natur und neuester Umwelttechnik. Aber die Idylle trügt.
Auf dem Meeresgrund vor Tahiti lagern die letzten Rohstoffvorräte der Welt,
die bei den beiden Suüermächten USA und China Begehrlichkeiten wecken.
Cording wird in eine Affäre ungeheuren Ausmaßes hinein gezogen, deren Spuren
bis ins Weiße Haus führen...
"Das Tahiti-Projekt ist ein äußerst realistischer, kluger und brillant
geschriebener Zukunftsroman. Es ist ein Buch der Hoffnung. Internationale
Solidarität und Widerstand sind der Atems des Buches." (Jean Ziegler, UN-Menschenrechtskommissar)
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Lesung
Ditmarsia, Süderstr. 16
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24. Oktober 2008, 20.°° Uhr
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Eintritt:
Vorverkauf: EURO 6,--, ermäßigt EURO 3,--
Abendkasse: EURO 7,--, ermäßigt EURO 3,50
Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Karen Duve: Taxi
Karen Duve wurde in Hamburg geboren. Sie lebt mit ihrer englischen Bulldogge, zwei Hühnern und einem Maultier auf dem Lande bei Brunsbüttel.
Nach ihrem Abitur begann sie eine Ausbildung zur Steuerinspektorin, die sie aber nach kurzer Zeit abbrach. In der Folge arbeitete sie 13 Jahre lang als Taxifahrerin in Hamburg, überwiegend im Nachtdienst. Diese Erfahrungen verarbeitet sie in ihrem Roman "Taxi".
Seit 1990 ist Karen Duve freie Schriftstellerin. Ihre erste Erzählung mit dem Titel "Im tiefen Schnee ein stilles Heim" veröffentlichte sie im Jahr 1995. Der große Durchbruch gelang ihr mit dem "Regenroman" 1999. Sie wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, zuletzt mit dem Förderpreis des "Norddeutschen Kulturpreises" im Jahre 2007.
Im Mai ist ihr neuer Roman "Taxi" erschienen , wird von der Presse begeistert besprochen und ist für den "Deutschen Buchpreis" 2008 nominiert.
In ihrem Beruf als Taxifahrerin hatte sich Alex Herwig vor Jahren mit dem Mut einer Frau gestürzt, die nichts zu verlieren hat: »Ich meldete mich auf eine Anzeige, in der nicht nur Taxifahrer, sondern ausdrücklich auch Taxifahrerinnen gesucht wurden. 1984 war es in Stellenanzeigen noch nicht üblich, jedem Beruf auch noch eine weibliche Endung anzufügen. Man tat es nur, wenn man andeuten wollte, dass man praktisch jeden nahm.«
Etwas anderes war ihr nicht eingefallen, doch sie wollte unbedingt weg von der Familie, die ihr nichts zutraute, von einer grauenhaft öden Ausbildung bei einer Versicherung und einer ungeheizten Gartenlaube, in der sie gemeinsam mit ihrem mäßig geliebten Bruder haust.
Und wäre sie nicht in einer Clique von frustrierten Scheinstudenten, Möchtegernschriftstellern und Halbintellektuellen gelandet - wer weiß, vielleicht wäre ihr Selbstbewußtsein schneller erstarkt. Der Leser aber wäre hunderte von grandiosen Romanseiten ärmer. Denn so erzählt Karen Duves "Taxi" vom langen Marsch der Hauptfigur zu sich selbst. Verheerende Männerbekanntschaften, bizarre Abhängigkeitsverhältnisse, kleinwüchsige Psychologiestudenten, eine ewig wäschewaschende Mutter säumen dabei ebenso ihren Weg wie unzählige Kurzbegegnungen mit Fahrgästen verschiedenster Couleur, haarsträubende Abenteuer beim Eintreiben des Fahrpreises, Aufstieg und Niedergang eines Taxiunternehmens, Hochbegabte, ein Affe und ein gescheiterter Ausbruchsversuch.
Karen Duve erzählt mit gewohnter Brillanz von einer jungen Frau, der das Leben nichts schenkt, die einen Beruf hat, in dem sie andauernd Leute trifft, denen das Leben erst recht nichts schenkt.
Der "Tagesspiegel" lobt ihre "typisch spröden Komik vom Alltag zwischen Kurzstrecke und Warteschlange. Um Sehnsüchte und enttäuschte Hoffnungen geht es, Neurosen und Liebe, das Leben eben, das in verschiedener Gestalt auf dem siffigen Kunstleder der Funknummer Zwodoppelvier Platz nimmt."
Der begeisterte Rezensent des "Tages-Anzeigers" sieht "Taxi" als einen Roman, "geschrieben voller Erbarmen für die Schwachen und Leisen, voller Wut auf die Starken und Lauten in dieser hupenden Welt."
Die Rezensentin der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" staunt: "Doch schon ist klar: Nie wieder wird man auf die gleiche Art im Taxi fahren wie vor der Lektüre dieses Romans."
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Lesung
Ditmarsia, Süderstr. 16
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9. August 2008, 20.°° Uhr
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Eintritt:
Vorverkauf: EURO 6,--, ermäßigt EURO 3,--
Abendkasse: EURO 7,--, ermäßigt EURO 3,50
Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Literaturhaus Schleswig-Holstein in der Reihe Literatursommer 2008
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Lena Gorelik: Verliebt in Sankt Petersburg
Lena Gorelik, geboren 1981 in Leningrad (heute Sankt Petersburg), ist im Alter von 11 Jahren mit ihrer russisch-jüdischen Familie nach Deutschland ausgewandert. Als sie in Ludwigsburg ankam, war ihr die deutsche Sprache vollkommen fremd.
"Ja, dann kamen die Sommerferien. Ich habe angefangen, mir in der Stadtbibliothek Bücher auszuleihen. "Pippi Langstrumpf", "Karlsson vom Dach", all diese internationalen Bestseller. Ich wusste, worum es geht und so habe ich Deutsch gelernt. Ich wollte unbedingt Freunde haben, weil mir alleine tierisch langweilig war. Deshalb habe ich alles aufgesogen."
Nach der Schulzeit begann sie ihre Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule, die sie mit dem Diplom 2004 abschloss. Im gleichen Jahr belegte sie den Studiengang "Osteuropastudien" an der Ludwig-Maximilians-Universität ebenfalls in München.
"Unter Druck", sagt Lena Gorelik, "bin ich am besten" und so verwundert es nicht, dass ihr Debütroman
"Meine weißen Nächte" noch im Herbst 2004 erschien, für den sie mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet und von der Literaturkritik hoch gelobt wurde. "Unbedingt lesen!" schreibt die Jüdische Allgemeine. "Ein absolut hinreißendes Buch" kommentiert bücher.
Auch ihr zweiter Roman "Hochzeit in Jerusalem" war ein Erfolg und 2007 für den Deutschen Buchpreis nominiert. "Ein herrlich unterhaltsamer Roman, aber doch mit ernstem Hintergrund. Denn es geht auch um die Frage, was Jüdischsein heute in Deutschland bedeutet." (Ulrich Wickert - NDR Kultur).
In ihrem dritten Buch "Verliebt in Sankt Petersburg", das mit "Meine russische Reise"
untertitelt ist, reist die Ich-Erzählerin Lena mit Jost, einem deutschen Freund, nach St. Petersburg, um diesem ihr geliebtes "Piter" zu zeigen, wie sie die Stadt zärtlich nennt.
"Es ist ein Gerücht, dass man "Na Sdorowje" auf Russisch sagt, wenn man anstößt. Das wäre Polnisch. Russisch wäre es, eine Rede zu halten. Die Rede muss emotional und klug sein. Am liebsten so, dass alle gleichzeitig weinen und lachen. Beispiel (Ungewöhnlich kurz, aber typisch): "Mein Glas ist fast leer; aber mein Herz ist voll; vor Liebe zu Euch!!" (Alle Tanten weinen.)
Voller Humor und Selbstironie erzählt Lena Gorelik von russischen Eigenheiten, Traditionen und Weisheiten, von üppigem Essen und der "allerwichtigsten Regel beim Wodkatrinken".
Zur Entstehungsgeschichte ihres neuen Buches erzählt die Autorin:
"Meine Reise führte ins heutige Russland, ein Land, das der Sowjetunion entsprungen war, meiner Geburtsheimat sozusagen, aber mir doch so fremd war. Ich habe mir die Zeit genommen, mit vielen Menschen zu sprechen, einfach der Nase nach durch die Stadt zu laufen und Wohnviertel kennenzulernen, die in keinem Reiseführer erwähnt werden. Die Erfahrungen, die ich in Sankt Petersburg sammelte, waren so vielfältig, dass ich sie sofort literarisch verarbeiten mußte. Es soll - auf humorvolle Weise - Vorurteile und Klischees über Russen und Russland auf den Kopf stellen und die Leser zum Nachdenken bringen."
Das gelingt Lena Gorelik mit Verve, leichter Feder und einer großen Portion Humor.
Wir freuen uns auf einen außergewöhnlichen Lesungsabend und die Begegnung mit
dieser Autorin.
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Konzert
Ditmarsia, Süderstr. 16
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28. Februar 2008, 20.°° Uhr
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Eintritt:
Vorverkauf: EURO 10,--, ermäßigt EURO 5,--
Abendkasse: EURO 11,--, ermäßigt EURO 6,--
Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Hierba Buena: Tangos Y Canciones
Sónnica Yepes (Gesang) und Thomas Hanz (Gitarre) führen in die zauberhaften Klangwelten spanischer Lieder und der Tangomusik: Tangos y Canciones.
Zum Repertoire von "Hierba Buena" (zu deutsch: "Wilde Minze") gehören unvergessene Lieder aus Argentinien und Spanien (C. Gardel, A. Piazolla, J.M.Cano).
Mit Eigenkompositionen und Bearbeitungen moderner Lieder aus Latinjazz und Weltmusik erzählt das Duo kleine Geschichten und Begebenheiten aus dem Alltag, über die Liebe und das Leben an sich.
Titel wie "Hijo de la Luna", "Vuelvo al sur" oder "Libertango" werden zu neuem Leben erweckt.
Gitarre und Gesang spielen lebendig miteinander: mal fröhlich frische, mal melancholisch sehnsüchtige Lieder, die - elegant und fein interpretiert- das Publikum zum Träumen und Genießen bringen.
Sónnica Yepes und Thomas Hanz treten seit Sommer 2003 als "Hierba Buena" auf und spielen ebenfalls seit 1999 in dem hervorragend eingespielten Sextett "Un Tango Mas", das soeben seine zweite CD "Esperatango" veröffentlicht hat.
Wer mehr über "Hierba Buena" erfahren möchte, dem sei hier die Homepage empfohlen:
www.hierbabuena.de
Pressestimmen:
- "Aus ihrer Stimme und seinem Gitarrenspiel ergibt sich der feurige und eigenwillige Geschmack der wilden Minze. Frisch, aber auch scharf, ein Geschmack von dem man kaum genug bekommt, obwohl er Tränen in die Augen treibt." - Badische Zeitung -
- "Der dunkel gekleidete Instrumentalist und die in blutrotem Gewand auftretende spanische Sängerin mit ihrem tiefschwarzem Haar boten äußerlich einen reizvollen Kontrast, atmeten aber in ihrer sensiblen Musikalität gepaart mit Virtuosität völlig im Gleichkang, verwandelten ihre Intonationen mit Charme und Esprit zu zauberhaften tiefsinnigen Szenarien.
Die wie aus einem gemeinsamen langen Atem kunstvoll gestalteten Szenarien großer Gefühle endeten mit großem Applaus." - Rheinische Post -
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Lesung
Brasserie & Restaurant V, Klosterstr. 4
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6. März 2008, 20.°° Uhr
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Eintritt:
Vorverkauf: EURO 6,--, ermäßigt EURO 3,--
Abendkasse: EURO 7,--, ermäßigt EURO 3,50
Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de Eine Veranstaltung von "Leselust" e.V. und dem Peter Panter Buchladen
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Jyoti und Suresh Guptara: Calaspia - Die Verschwörung
Jyoti und Suresh Guptara sind am 22.11.1988 in England geboren, ihr Vater ist Inder, ihre Mutter Engländerin. Jyoti verliess mit 15 die Schule und absolvierte seine Realschulprüfung per Fernunterricht, weil er bereits für das Wall Street Journal Kurzgeschichten und Kolumnen schrieb. Er ist der jüngste Autor, den das Blatt je hatte. Nachdem beide gerade ihr Abitur gemacht haben, leben sie nun als Vollzeit-Autoren in der Schweiz.
Mit elf Jahren schrieben die Zwillinge einen mehr als 500 Seiten dicken Fantasy-Roman. Nun sind Jyoti und Suresh Guptara 19 Jahre alt, und ihr Roman wurde überaus erfolgreich verkauft: "Die Verschwörung von Calaspia" landete auf der indischen Bestsellerliste auf Platz zwei. Die deutsche Übersetzung erscheint am 6. März 2008 bei rotfuchs.
Das erste Buch führt in die Welt von Calaspia ein. Calaspia ist eine fiktive Welt in einem parallelen Universum, ähnlich jedoch unserer Welt: ein runder Planet, bewohnt von verschiedenen Wesen, darunter Menschen, Zwerge, Monster und die menschenähnlichen Barue, die die Fähigkeit haben, Emotionen zu erspüren.
Als der 16jährige Bryn Bellyset mit ansehen muss, wie sein beschauliches Dorf Quivelda von den angeblich vertriebenen Monstern Ostentum überfallen wird, stellt er sich mit seinen Freunden, Dordios, Telseara und Mittni tödlichen Gefahren. Können sie die undurchsichtigen Pläne des Feindes durchkreuzen? Warum sind die Barue, ein friedliebender Stamm, Ziel der Zerstörung geworden? Welche finstere Macht steckt hinter dem verworrenen Komplott, das keiner Logik zu folgen scheint? Denn nicht nur die Ostentum bedrohen Bryns Welt: Aus dem Gipfel des Wahnsinns scheint eine alles vernichtende Energie auszubrechen und Calaspia endgültig zu überschwemmen! Auch wenn Bryn noch nie ein Schwert in der Hand gehalten hat, bleibt ihm keine Wahl: Calaspia muss gerettet werden!
Zusätzliche Lesung für Schülerinnen der Meldorfer Haupt- und Mittelschule:
Freitag, den 7. März 2008 um 10.30 Uhr im Forum der Meldorfer Hauptschule
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Lesung
Ditmarsia, Süderstr. 16
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10. November 2007, 20.°° Uhr
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Eintritt:
Vorverkauf: EURO 6,--, ermäßigt EURO 3,--
Abendkasse: EURO 7,--, ermäßigt EURO 3,50
Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Birgit Vanderbeke: Die sonderbare Karriere der Frau Choi
Plötzlich taucht Frau Choi aus Gwangju in Korea auf. Und in dem südfranzösischen Nest, wo man sich noch die Geschichten von Werwölfen und der Weißen Frau erzählt, gerät einiges in Bewegung: Seit Frau Chois Restaurant, das "Bapguagup" (auf deutsch: "Reis und Suppe") die Gourmet- und Architekten-Szene anlockt, macht das ganze Dorf gute Geschäfte. Man profitiert von der kulinarischen Raffinesse, dem wirtschaftlichen Geschick und dem Einfallsreichtum der beharrlichen Koreanerin. Insbesondere ihr Wissen um die Wirkung von Kräutern und Pilzen gibt sie gewinnbringend an die Frauen der Umgebung weiter.
Beim unaufhaltsamen Aufstieg der Frau Choi ereignen sich nun, in einem offenkundigen, doch nie nachweisbaren Zusammenhang mit ihren Gemüsemischungen, immer wieder Todesfälle. Erst stirbt plötzlich der unangenehme Bürgermeister. Ein wenig später der aufdringliche Marc. Und auch der ehrgeizige Ledru erliegt einer sonderbaren Krankheit. Ihre Opfer - etwa besagter Bürgermeister oder der mordlustige Stalker - sind derart unsympathisch, dass man ihr gerne verzeiht. Die Todesfälle beschäftigen eine Pathologin aus Straßburg, die mit ihren Reagenzgläsern einen Hauch "CSI" ins Labor des Dorfarztes bringt, dann aber doch lieber Urlaub macht. Jahre später, von einem gentechnikfixierten Konkurrenten entnervt, kommt sie aus anderen Gründen auf Frau Chois Künste zurück.
Als habe sie das Gerede von Kaufkraftentwicklung und DAX satt und in der einen oder anderen Attac-Broschüre geblättert, hat Birgit Vanderbeke eine zauberhafte Erzählung über lokales Handeln und globales Denken geschrieben. Sie passt gut in die mythenumrankte Gegend, in der Vanderbeke selbst seit Jahren lebt. Und sie passt zu ihrem Schreiben. Denn neben ihrem Sinn für gute Küche und konturierte Frauenfiguren kultiviert diese Autorin seit langem die Kunst der schlichten Worte. Sie baut überschaubare Sätze, fasst sich kurz, erzählt betont einfach. In ihrem neuen Buch wirkt ihre Sprache so überzeugend wie Frau Chois sparsam, aber elegant möblierte Gaststube.
"Wer auf gerade einmal 124 Seiten den Starrsinn europäischer Provinzler und die Weisheit einer weitgereisten Asiatin, ländliche Traditionen und Internet, Frankreich und Korea, Pazifismus, Pilze und die Weltwirtschaftspolitik, Hexen- und Pathologinnenkünste aufeinander loslässt und dabei allerlei zwischenmenschliche Beziehungen ausmalt, versteht seine Kunst. Das Ergebnis ist ein Märchen, sicher, aber eines mit Witz und genügend Wirklichkeitsnähe, um nicht nur ...Globalisierungskritiker zu erfreuen.
Birgit Vanderbeke lebt im Süden Frankreichs. Sie wurde 1990 für die Erzählung "Das Muschelessen" mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. 1997 erhielt sie den Kranichsteiner Literaturpreis und 1999 den Solothurner Literaturpreis für ihr erzählerisches Gesamtwerk, 2002 wurde ihr der Hans-Fallada-Preis verliehen. Seit "Ich will meinen Mord" ist sie mit jeder neuen Erzählung immer wieder gerne in Meldorf gewesen - und wir freuen uns immer wieder und diesmal ganz besonders auf Frau Choi.
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Lesung
Peter Panter Buchladen, Zingelstr. 12
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26. Oktober 2007, 20.°° Uhr
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Eintritt:
EURO 6,--, ermäßigt EURO 3,--
Spende für Leselust e.V. zur Förderung der Meldorfer Stadtbücherei
Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Severus Snapes Flucht vor dem Shampoo
Mit unserer Lesung wollen wir nicht nur uns und Euch die letzten Stunden der Wartezeit auf Harry Potter und die Heiligtümer des Todes verkürzen, sondern auch die Autorin Joanne K. Rowling würdigen, denn :
"Harry Potter ist der fulminanteste Bucherfolg der Geschichte. Das ist das kleinere Wunder. Das größere: Er hat es verdient", befand der Publizist und Literaturwissenschaftler Michael Maar in seinem Buch Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte. Weiter schreibt er: "Genau darin liegt das Reizvolle...der Harry Potter-Bücher überhaupt, deren Schöpferin auch das Gute und das Böse, auch Sieg und Scheitern, auch Komik und Grauen so erfindungsreich balanciert."
Diese Balance und die Vielschichtigkeit des Werkes wird besonders deutlich an der Figur des Severus Snape, diesem Scheusal mit Hakennase, langem fettigem Haar, kühlem Intellekt und einem brennenden Hass auf Harry. Wie er diesem trotzdem innigst verbunden ist, harrt nach den ersten sechs Bänden noch der Aufklärung. Severus Snape zeigt, was Rowlings Kinderbücher von den meisten anderen trennt: komplexe Psychologie.
"Snape ist der wahre tragische Held des Zyklus, Snape ist praktisch Shakespeare..." (Der Literaturkritiker Michael Maar in einem Interview mit WELT Online) - oder auch Birgit Vanderbekes Prognose vor dem Erscheinen des siebten Bandes: "Nachdem Snape die Höchstdosis Hass auf sich gezogen hat, kann sich eigentlich nur noch zeigen, daß Schwarz und Weiß erst interessant werden, wenn man sie mischt."
Außerdem: natürlich sind die Kapitel mit Severus Snape, die wir an diesem Abend lesen werden, sicherlich die unterhaltsamsten...
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Lesung und Aufführung
Dithmarscher Landesmuseum (Alter Kinosaal), Bütjestr. 2
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14. September 2007, 20.°° Uhr
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Eintritt:
Vorverkauf: EURO 6,--, ermäßigt EURO 3,--
Abendkasse: EURO 7,--, ermäßigt EURO 3,50
Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Ebi Naumann: Popeye
Popeyes Wiederentdeckung - Sie werden Augen machen
Gut 75 Jahre nach seinem ersten Auftritt im "New York Evening Journal" hat der wohl bekannteste Seemann der Comic-Geschichte endlich auch in Norddeutschland festgemacht. Übergesetzt und ins Deutsche begleitet ("Lot mi an Land, ich pesorch mir wohl pesser'n Schiff.") hat ihn dabei die ausgewiesene Landratte Ebi Naumann.
Ebi Naumann führt ein (in die farbenfrohe Hintergründigkeit der schwarz/weißen Comic-Welt), klärt auf (über die Entstehung der Figur), liest vor (Popeye ist schließlich ein wunderbares Stück Literatur), verteilt (bis zu sechsmeterlange Aufzeichnungen ebenso denkwürdiger wie handfester Auseinandersetzungen), zeigt auf (wie und wo das zeichnerische Genie von Popeyes Schöpfer Elzie C. Segar auch bei anderen Früchte getragen hat) - kurzum: er hilft uns und Ihnen bei der vergnüglichen Wiederentdeckung einer der liebenswertesten literarischen (Comic-) Gestalten der letzten hundert Jahre.
Ein spritziger Cocktail aus Comic, Kino und guter Unterhaltung!
Ebi Naumann wird an jedem 1. Weihnachtsfeiertag ein Jahr älter. Inzwischen hat er das eine oder andere gemacht, z.B. unpassende Bemerkungen (1956 - 1968), den Führerschein (1968), keinen Hochschulabschluss (1973, 1974, 1975, ...), vier richtig schlechte (1978, 1990, 1994, 2001) und sehr viel mehr gute Erfahrungen (1949 - 2004), u.a. auch beim Produzieren fremder und eigener Bücher und Filme.
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Vortrag und Diskussion
Dithmarscher Landesmuseum (Alter Kinosaal), Bütjestr. 2
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7. September 2007, 20.°° Uhr
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Eintritt:
Vorverkauf: EURO 6,--, ermäßigt EURO 3,--
Abendkasse: EURO 7,--, ermäßigt EURO 3,50
Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Judith Drews: Illustration
Judith Drews ist in Dithmarschen aufgewachsen und kann sich noch an das alte Kino im Dithmarscher Landesmuseum erinnern, obwohl sie jetzt als Illustratorin in Berlin lebt.
Sie studierte Illustrations- und Kommunikationsdesign an der HAW in Hamburg. Sie war Ehapa-Stipendiatin und Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung. Für ihre Arbeiten erhielt sie u.a. zweimal (2006 -2007) den Merit Award des 3x3 magazine, der einzigen internationalen Zeitschrift für zeitgenössische Illustration aus New York, außerdem den "Förderpreis für junge Buchgestalter 2006" der Stiftung Buchkunst.
Mit ihren Illustrationen schafft Judith Drews es, kleine und große Kinder ebenso wie Erwachsene anzusprechen und zu begeistern. Auf den ersten Blick sind die Bilder umwerfend niedlich, wimmeln von fantasievollen Details und wirken anrührend naiv. Aber für KennerInnen und LiebhaberInnen moderner Graphik steckt weit mehr darin.
Diese Arbeiten gehören zur basic illustration, eines zeitgenössischen Kunststils, der am Anfang diesen Jahrhunderts vor allem im englischsprachigen Raum populär zu werden begann.
Basic illustrations erscheinen naiv, freundlich und auf das Wesentliche reduziert, gleichzeitig sind sie oft erstaunlich locker und entspannt. Zugleich ist es ihr Anspruch, eine genaue und umfassende Darstellung zu geben, allerdings weder einer dinglichen noch einer künstlich geschaffenen Wirklichkeit. Aber genau diese scheinbar so einfachen und bruchstückhaften Darstellungen lassen eine große Wahrhaftigkeit aufscheinen. Hauptziel ist dabei nicht das Wiedergeben von Geist oder Seele des Gezeigten, sondern ihre Gegenwart spürbar zu machen.
So kann man sagen, daß Judith Drews' Illustrationen ein unaufhörlicher und aufregender Versuch sind, sich der Realität immer wieder und auf neuen Wegen zeichnerisch zu nähern.
Mit ihrem Vortrag und mit vielen, vielen Bildern möchte Judith Drews ihre wunderbare Arbeit in Meldorf vorstellen.
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Vortrag und Diskussion
Peter Panter Buchladen, Zingelstr. 12
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29. Juni 2007, 20.°° Uhr
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Eintritt:
Vorverkauf: EURO 6,--, ermäßigt EURO 3,--
Abendkasse: EURO 7,--, ermäßigt EURO 3,50
Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Uwe Jendrian: Heine und Tucholsky: Zwei nonkonformistische Intellektuelle und skeptische Atheisten - "Ein skeptischer Katholik ist mir lieber als ein gläubiger Atheist" (Tucholsky)
Zwei deutsche Juden, radikal nonkonformistische Intellektuelle, beide ebenso als Dichter wie als Journalisten tätig, Humoristen und Satiriker mit Herz und Verstand. Beide schließlich mit einer besonderen Liebe zu Frankreich ausgestattet, viel gescholten und viel gelobt :
die Parallelen der Lebenswege Heines und Tucholskys sind zahlreich, den Tod fanden beide im Exil, fern des Landes, das sie -trotz allem- liebten: "Fern von Fahne und Sentimentalität, der Staat schere sich fort, wenn wir unsre Heimat lieben" (Tucholsky).
Beide näherten sich vorübergehend dem Marxismus an. Heine war bekanntlich mit Karl Marx befreundet. Ob er sich allerdings je zum Kommunismus bekannt hat, wie Peter Weiss in der "Ästhetik des Widerstands" konstatiert, kann zumindest in Zweifel gezogen werden.
Beide -zeitlebens in einem kritischen Verhältnis zu den "positiven Religionen" (Heine) stehend- haben sich in ihren letzten Lebensjahren dem Glauben angenähert.
Dies ist eine Aspekt, der nach Uwe Jendrians Erachten in der Rezeption beider Dichter zu wenig Beachtung gefunden hat. Dies zu ändern ist das Ziel des anregenden und auch unterhaltsamen Vortrages.
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Konzert
Ditmarsia, Süderstr. 16
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9. Juni 2007, 20.°° Uhr
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Eintritt:
EURO 10,--, ermäßigt EURO 5,--, Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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SOMOS CUATRO! : Virtuose Musik für vier Gitarren
Am Sonnabend, 09. Juni um 20:00 Uhr gastiert das Gitarrenquartett SOMOS CUATRO! auf Einladung des Peter Panter Buchladens in der Ditmarsia in Meldorf.
Das klassische Quartett formiert sich aus vier erstklassig ausgebildeten Gitarristen mit Abschlüssen der wichtigsten Musikhochschulen dieses Landes und der Schweiz: Köln, Hannover, Essen, Düsseldorf, Münster und Luzern. Daraus ergibt sich ein Pool beeindruckender Qualifikationen, in dem Konzertexamen, Solistendiplom, und künstlerische Reifeprüfungen enthalten sind.
Ebenso verfügen alle vier Gitarristen über langjährige solistische Konzerterfahrung im In- und Ausland, haben mitunter Preise internationaler Wettbewerbe gewonnen und an internationalen Festivals teilgenommen: Torneo Internazionale di Musica in Rom, International Classical Guitar Festival Katmandu / Nepal, Schleswig Holstein Musikfestival, Konzerte in USA, Japan Frankreich, Spanien, in der Musikhalle Hamburg, Gürzenich in Köln, Thürmersaal in Bochum ...
Diese geballten Fähigkeiten werden in dem Gitarrenquartett SOMOS CUATRO! gebündelt und ausdrucksstark auf den Punkt gebracht.
Das Repertoire ist epochenübergreifend, mit einem Schwerpunkt auf spanisch-romantischer Literatur. Zu hören sind Kompositionen von Albeniz, Bizet, Brouwer, Moreno-Torroba, Pujol, Telemann und Piazzolla. SOMOS CUATRO! schafft in seinen Konzerten emotionale Momente: von zu Tränen rührender Melancholie bis zu explosiver Virtuosotät! Ein klassisches Konzert der besonderen Art!
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Lesung
Ditmarsia, Süderstr. 16
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25. Mai 2007, 20.°° Uhr
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Eintritt:
EURO 6,--, ermäßigt EURO 3,--, Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Erwin Riess: Der letzte Wunsch des Don Pasquale
Groll ist ein Abenteurer und ein etwas grantiger dazu. Nomen est omen.
Nach dem ersten Roman "Giordanos Auftrag" schlägt sich Groll in "Der letzte Wunsch des Don Pasquale" mit sizilianischer Mafia und österreichischen Neonazis herum.
Erwin Riess hat mit dem Rollstuhl fahrenden Journalisten und Schifffahrtsexperten, der sich auch hin und wieder als eine Art Privatdetektiv verdingt, eine literarische Figur geschaffen, deren Potential sich nicht in einem Buch erschöpft.
Der Eigenbrötler Groll wird von seinem New Yorker Verleger Giordano auf eine Reise in den italienischen Süden, nach Palermo, gebeten. Dort lebt der kranke Don Pasquale, ein sizilanischer Padrone, dessen sehnlichster Wunsch es ist, vor seinem Tod noch einmal seine 13 jährige Enkelin wiederzusehen. Groll soll die beiden zusammenführen. Doch das autistische Kind lebt in einem Heim im norditalienischen Triest, und Angelinas Vater, Polizeioffizier und Mitglied der Lega Nord, unterbindet jeden Kontakt.
Schließlich gelingt es Groll, sich mit der Enkelin anzufreunden und ihre besonderen Fähigkeiten schätzen zu lernen. Er gerät jedoch in höchste Bedrängnis, als Angelina verschwunden ist. Ein Freund, der als Museumsleiter eines ehemaligen KZs arbeitet, wird von zwei Neonazis niedergestochen, die sich an Angelinas Fersen heften. Ein Wettlauf nach Palermo beginnt.
Stimmen zum Buch:
"Ein vielfältiges Kaleidoskop literarischer Kostbarkeiten, die allesamt mit Witz und Verve daherkommen. So ist diese spannunggeladene Abenteuergeschichte auch
ein Bildungsroman im besten Sinne. Man verlässt ihn anders als man ihn begonnen
hat." (Franz Fend - Kulturplattform OÖ)
"Der Autor Erwin Riess hat mit dem Roman nicht nur eine kleine Abrechnung mit österreichischen Architekten und Politikern geschafffen, für die "barrierefrei" ein Fremdwort ist. Das Buch ist einfach gut. Die Geschichte ist absurd, spannend, abwechslungsreich, informativ und handwerklich perfekt komponiert mit Witz und Verstand." (Lukas Schmuckermair) <
"Es wäre aber nicht Erwin Riess, wenn das Ganze nicht voll trockenen Witzes daherkäme, der bisweilen in Sarkasmus umschlägt, wenn von österreichischen Verhältnissen die Rede ist." (Die Stadtwerkstatt, Linz)
"Mit seinen beiden Groll-Romanen unterstreicht Erwin Riess eindrucksvoll seine Stellung als gleichermaßen eigenwillige wie eigenständige Stimme der österrreichischen Gegenwartsliteratur." (O.P.Zier, "Die Presse")
Erwin Riess, geboren 1957 in Wien, studierte Politik-und Theaterwissenschaft und war als Verlagslektor tätig. Er ist nach einem Rückenmark-Tumor seit 1983 Rollstuhlfahrer.
Von 1984-1994 arbeitete er als wisssenschaftlicher Referent für behindertengerechtes Bauen im österreichischen Wirtschaftsministerium/Wohnbauforschung.
Seit 1994 freier Schriftsteller, Verfasser von Theaterstücken, Romanen, Hörspielen, Drehbüchern, politischen Sachbüchern und Beiträgen in diversen Zeitschriften.
Eine Veranstaltung von Perspektive Meldorf gGmbH und Peter Panter Buchladen
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Vortrag und Diskussion
Peter Panter Buchladen, Zingelstr. 12
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25. April 2007, 19.30 Uhr
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Eintritt:
frei gegen Spende, Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
Eine Veranstaltung der Bewegung gegen den Krieg und des Peter Panter Buchladens
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Jens Rotholtz: Block G8
Das Konzept Massenblockaden
Mit einer Vielzahl von Aktionen werden Menschen aus aller Welt ihren
Protest gegen den G8-Gipfel in einer Aktionswoche vom 1. – 8. Juni 2007
in der Region rund um Heiligendamm bei Rostock kundtun. Die Kampagne
„Block G8“ ist Teil der Proteste und organisiert Blockaden als Aktionen
zivilen Ungehorsams. Tausende Menschen werden gemeinsam die
Zufahrtsstraßen blockieren.
Mit der Kampagne „Block G8“ sagen wir „Nein“
und sprechen der G8 und ihrer Politik des neoliberal globalisierten
Kapitalismus, der weltweit die Schere zwischen Arm und Reich
dramatisch vergrößert, jede Legitimität ab.
Auf der Veranstaltung wird Jens Rotholtz als Vertreter von „Block G8“ die
Begründung für die Kampagne aus der Kritik am G8 herleiten und die
praktische Umsetzung der geplanten Blockaden vorstellen und begründen.
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Lesung
Kino Meldorf, Süderstr. 14
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19. April 2007, 20.°° Uhr
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Eintritt:
EURO 6,--, ermäßigt EURO 3,--, Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Merle Kröger: Kyai !
Watergate im Rapsfeld und Bollywood in Berlin
In Berlin wird das erste Bollywood-Musical geprobt! Der indische Regisseur Cal Mukherjee wird aus Bombay eingeflogen und die Hamburger Kino-Expertin Madita "Mattie" Junghans soll als Begleitprogramm eine Filmreihe zusammenstellen.
Mattie Junghans, die Norddeutsche mit dem indischen Gesicht, hat indessen bei einer Open-Air-Feier bösen Ärger: Ihr Wanderkino wird zerstört, nur das plötzliche Auftauchen der beherzten Kampfkunstspezialistin Jasmin rettet ihr das Leben. Jasmin, gebürtige Iranerin, will Karriere machen und jobbt neben dem Jurastudium als Leibwächterin. Sie macht Mattie mit ihrer Arbeitgeberin bekannt: Frederike von Westenhagen , SPD-Kandidatin aus Schleswig-Holstein, eine Frau mit Ehrgeiz und einem Mann: Johannes. Er ist Psychotherapeut und trainiert Bundeswehrsoldaten für Auslandseinsätze, die es offiziell gar nicht gibt oder geben darf. Und dann treibt auf einmal eine Leiche in der Ostsee und Mattie findet hinter blühendem Raps und Windrädern eine düstere Realität.
"Dass aber Mattie Junghans und ihre Freunde dabei nicht weggeblasen werden, dass läßt auf eine -weitere- Fortsetzung hoffen." (Frankfurter Rundschau)
"Turbulent, komisch, scharf beobachtet, toll gesponnen." (arte, Rezension 'Krimi des Monats')
Merle Kröger wurde 1967 in Plön geboren.
Nach dem Studium der Filmwissenschaften und der Publizistik arbeitet sie als freie Cutterin, Autorin und Produktionsleiterin unter anderem für das ZDF, für arte, 3 SAT und die Deutsche Welle.
2003 erschien ihr erster Krimi "Cut", seit 2006 auch auf englisch in Indien erschienen.
2004/05 leitete sie als Kuratorin das Projekt "Import - Export. Wege des Kulturtransfers zwischen Indien und Deutschland, Österreich". Der Reader zu diesem Projekt erschien 2005 in Berlin und New Delhi.
Ab 2005 sind Merle Krögers Dokumentarfilme "Star Biz" (auf DVD) und "Meenakshi Tempel" (arte und auf DVD) erschienen.
Seit 2006 gibt es nun den zweiten Mattie-Junghans-Krimi: "Kyai!"
Zu der Frage, warum sie Krimis schreibe, antwortet Merle Kröger: "Egal, ob man Dokumentarfilme macht oder Krimis schreibt - letzten Endes geht es immer darum, Geschichten zu erzählen... Manche brauchen vielleicht den 'Kick' in die Fiktion... Außerdem lese ich manisch Krimis, seit ich denken kann." und "Ich wollte schon immer mal einen Krimi schreiben."
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Buchvorstellung mit Dias und HipHop
Peter Panter Buchladen Zingelstr. 12, Meldorf
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Dienstag, 30.01.07, 20.°° Uhr
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Eintritt:
EURO 6,--, ermäßigt EURO 3,--, Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Michael Schiffmann: Wettlauf gegen den Tod
Der afroamerikanische Journalist Mumia Abu-Jamal ist nach eigenen Worten seit fast einem Vierteljahrhundert gezwungenermaßen Bewohner des „am raschesten wachsenden öffentlichen Wohnungsbauprojekts in den Vereinigten Staaten“ - er ist Häftling in einem der zahlreichen US-amerikanischen Hochsicherheitsgefängnisse - in Pennsylvania.
Mumia Abu-Jamal wurde am 24. April 1954 in Philadelphia geboren.
Schon früh mit dem Rassismus der US-amerikanischen Gesellschaft konfrontiert, gehörte er 1969 zu den Mitgründern der Black Panther Party in Philadelphia.
Abu-Jamal wurde am 9. Dezember 1981 verhaftet, des Mordes an einem Polizisten angeklagt und im Juli 1982 für schuldig befunden und zum Tode verurteilt.
Seit Anfang der neunziger Jahre haben seine Bemühungen um eine Wiederaufnahme seines Verfahrens ein nationales und internationales Echo gefunden und ihn zum wahrscheinlich bekanntesten Todeshäftling der Welt gemacht. Amnesty International befand diesen Fall für wichtig genug, um ihm einen eigenen Bericht zu widmen. Bis Frühjahr 2007 ist mit Gerichtsentscheidungen zu rechnen, die die Weichen dafür stellen, ob Mumia Abu-Jamal hingerichtet wird, den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen muss oder in einem neuen Verfahren endlich seine Unschuld beweisen kann.
Dr. Michael Schiffmann hat sich als Sprachwissenschaftler, Übersetzer und langjähriger Aktivist gegen die Todesstrafe intensiv mit der Geschichte Mumia Abu-Jamals beschäftigt und stellt dessen Kampf für Freiheit in Zusammenhang mit dem langen Kampf der Schwarzen in den USA um die in der Verfassung versprochene Gleichberechtigung.
"Wettlauf gegen den Tod" beschreibt noch einmal das Leben Abu-Jamals, das ihn zur Zielscheibe der Polizei und der herrschenden Kräfte in Philadelphia machte und erläutert den sozio-politischen Hintergrund des Falls, insbesondere aber legt er neue Fotos vom Tatort vor, die nun auch visuell das Fehlverhalten der Polizei am Tatort und die Manipulation und Vernichtung von Beweismaterial zeigen. Vor diesem Hintergrund legt er die gegenwärtige rechtliche Situation Abu-Jamals dar und erörtert die Aussichten für den Ausgang des Verfahrens.
Noam Chomsky sagt zu diesem Buch: „Michael Schiffmanns sorgfältige und gewissenhafte Untersuchung der Ereignisse und des vorliegenden Beweismaterials fördert viel Neues oder bisher Verschüttetes an den Tag und hebt unser Verständnis für diesen quälenden und enorm wichtigen Fall auf ein neues Niveau.“
Die Buchvorstellung ist eingebettet in eine kurze Dia-Show mit Hip-Hop-Musik “The American Dream” und die Präsentation der nach 25 Jahren aufgetauchten Tatortfotos sowie einem Besuchsbericht Michael Schiffmanns vom August 2006.
Die Veranstaltung soll dazu beitragen, Öffentlichkeit herzustellen - gegen ein Skandalurteil und für die Freilassung Mumia Abu-Jamals nach 25 Jahren ungerechter Haft.
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Lesung
Peter Panter Buchladen Zingelstr. 12, Meldorf
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Freitag, 24.11.06, 20.°° Uhr
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Eintritt:
EURO 6,--, ermäßigt EURO 3,--, Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Henriette Felix-Schumacher: Lebenszauber-Lesung
"Den Pfad der Versöhnung zu wählen,
· bedeutet zuweilen eine kinderleichte Lebensübung
· bedeutet zuweilen eine große Herausforderung
· und erweist sich im Nachhinein immer wieder als erfüllende Bereicherung."
Henriette Felix- Schumacher
Unter dem Thema der Versöhnung stellt Henriette Felix-Schumacher interessierten ZuhörerInnen Texte aus ihrem schriftstellerischen Werk vor.
Hebe, Lanzelotta, Rita, Herrmann, Katharina …, kurz die Figuren ihrer Geschichten, hatten speziell für diese Lesung eine besondere Idee …
Lassen Sie sich überraschen!
Über die wahre (?) Entstehungsgeschichte der Lanzelotta schreibt Henriette Felix-Schumacher :
"Schon vor einigen Jahren hatte ich von einer gewissen Lanzelotta gehört; ich konnte damals mit den spärlichen Informationen über ihre Kindheit wenig anfangen und versuchte, sie und ihr Leben geschichtlich einzuordnen. In keinem einzigen Buch gab es auch nur den geringsten Hinweis, in welcher Epoche sie gelebt haben könnte!
Lanzelot, Lanzelot - ja, über einen sagenhaften Lanzelot fand ich natürlich eine Menge.
So begann ich, ihr Leben in seiner Nähe zu suchen.
Ein vergebliches Unterfangen.
Eines Nachmittags beschloss ich, mich mit einem ordentlichen Stück Sahnekuchen zu trösten und machte mich auf den Weg zu meinem Lieblingscafé. Ich hatte einen wunderbaren Sommertag erwischt. Doch anstatt mich über den tatsächlich wolkenfreien Hamburger Himmel zu freuen, ärgerte ich mich in meiner düsteren Stimmung darüber, dass es keinen freien Tisch mehr gab. Das Sahnestück wollte ich mir jedoch auch nicht entgehen lassen. Ich sah mich um und entdeckte einen Tisch, an dem eine Frau allein saß. Obwohl sie mir ein wenig merkwürdig erschien in ihrem Poncho mitten im August, steuerte ich auf sie zu. Meine höfliche Frage, ob neben ihr noch ein Stuhl frei sei, bejahte sie hoheitsvoll, nahezu lautlos.
Es folgte ein Kichern, ein Glucksen.
Unbeholfen und verunsichert zog ich den Stuhl zu mir heran, war gerade im Begriff, mich zu setzen, als ich drei Worte aus ihrem Mund vernahm, die ich wohl zeit meines Lebens nicht mehr
vergessen werde:
>Lanzelotta kommt gleich!<"
Henriette Felix-Schumacher ist Theaterwissenschaftlerin und freie Autorin. Zuletzt erschien Lanzelotta schreitet zur Tat. Eine wundersame Verwirklichung im Herbst 2006. Über ihr Leben schreibt sie:
"Es war ein blitzschneller Entschluss.
Die Zusage für ein freiwilliges soziales Jahr wanderte umgehend in den Papierkorb - mit ihr der Gedanke an ein zukünftiges Medizinstudium. Ungewöhnlich deutlich war in diesem Moment meine innere Stimme, die ich bisher, wenn überhaupt, dann höchstens als kleines, unverständliches Krächzen wahrgenommen hatte - als schüchternes Flüstern, das abgesehen von meiner Umwelt auch gerne von mir selbst im Keim erstickt wurde. Schließlich gab es ja Konventionen, Konditionen, Erwartungen, Forderungen der Außenwelt an mich, die mir viel, viel wichtiger als meine eigenen, mir zuweilen selbst unbekannten Wünsche und Sehnsüchte erschienen.
Diesmal jedoch schenkte ich wie bereits gesagt diesem inneren Laut Gehör und schrieb mich für Theaterwissenschaften ein. Das theoretische Wissen, das mir im Erlanger Studium geboten wurde, bereicherte ich durch privaten Schauspielunterricht im Nürnberger Raum, sowie durch eine tanzpädagogische Fortbildung in Hamburg.
All diese Lernerfahrungen gaben mir die Möglichkeit, mich in unterschiedlichen künstlerischen Medien auszuprobieren. So entwickelte ich Ein- Frau- Theaterstücke, trat mit meinen Eigenproduktionen bundesweit auf, betätigte mich als Regisseurin von Laientheatergruppen und entdeckte in mir die Freude am Schreiben. -
Mein beruflicher Weg hat mir vieles geschenkt: Herausforderungen, Tränen, Tiefe, Freude, glückliche Stunden - und die unerschütterliche Gewissheit, dass meine Entscheidung von damals für mich goldrichtig war."
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Lesung und Diskussion
Peter Panter Buchladen Zingelstr. 12, Meldorf
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Dienstag, 24.10.06, 20.°° Uhr
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Eintritt:
EURO 6,--, ermäßigt EURO 3,--, Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Markus Mohr: Spitzel. Eine kleine Sozialgeschichte
Markus Mohr wurde 1962 in Nordwestdeutschland geboren, lebte lange in Berlin und nutzte eine halbwegs freiwillig angetretene Trainingsmaßnahme des Arbeitsamtes Berlin-Südwest zu ausgiebigen Internetrecherchen für dieses Buch. Heute lebt er wieder näher an der Küste.
"Das rege tagesaktuelle Interesse an Spitzelenthüllungsgeschichten und -skandalen korrespondiert mit dem weitgehenden Schweigen der Forschung", heißt es in der Einleitung zu dem Buch. Aber obwohl es sich "eine kleine Sozialgeschichte" nennt, hat es nicht den Anspruch, diese Lücke zu schließen. Beleuchtet werden Geschichte und Beweggründe, Erfolge und Niederlagen von V-Männern, Spitzeln und anderen Schlapphüten.
Was aber ist nun überhaupt ein Spitzel? - "Im umgangssprachlichen Sinne ist jeder ein Spitzel, der mit feindlichen Absichten versucht, auf jede nur erdenkliche Weise Informationen über das politische Gegenüber zu sammeln". Demgegenüber finden die Herausgeber als Besonderheit des Spitzels: "Auch wenn ein Spitzel denunziert, so ist er doch von der Figur des Denunzianten zu unterscheiden: Ein Spitzel nutzt nicht nur Gelegenheiten aus, er hat den Auftrag, sie aktiv herzustellen. Und so steht selbst der Verräter noch über ihm. Zwar verrät auch ein Spitzel, doch im Unterschied zum Verräter hat er nie die Sache oder politischen Ziele und Träume geteilt, für die Menschen sich einsetzen, leiden, kämpfen und auf deren Verwirklichung sie hoffen. Ein Spitzel kann für sein Tun nicht die geringste politische Legitimität beanspruchen." Kurz, der Spitzel ist aus der Perspektive aller Beteiligten einfach das Allerletzte.
In Markus Mohrs Beiträgen geht es unter anderem um den preußischen Spitzel Stieber, der sich vom Weberaufstand in Schlesien 1845 bis zu seinem Tode 1882 durch die Linke schnüffelte und dafür von Marx und Engels den Begriff des "Stieberns" gewidmet bekam.
In einer Textcollage zur Westberliner APO wird Peter Urbach alias S-Bahn-Peter vorgestellt, der als "proletarischer Rohrleger" kostümiert in der Kommune 1 auftauchte. Dort wurde er aufgenommen, weil er - im Jugendheim aufgewachsen - als "Opfer der Gesellschaft, die wir bekämpfen" angesehen wurde. Er war "so eine Art technisches Faktotum , er konnte Dinge, die wir nicht konnten" (Dieter Kunzelmann). So reparierte er Autos und Badezimmer, bastelte Molotow-Cocktails und Bomben für die Genossen. "Da kommst du nicht gleich wieder auf einen Spitzel", sagte Bommi Baumann.
In "Ich fühle mich weder als Konterrevolutionär... noch als Verräter" geht es um die "Lebensbeichten" des Ulrich Schmücker im Knast gegenüber dem Verfassungsschutz und später in einem Fragebogen eines sogenannten "Volkstribunals", dem die Hinrichtung durch ein "Kommando Schwarzer Juni" im Juni 1974 folgte. Daß an Tribunal und Kommando ebenfalls mindestens vier Spitzel beteiligt waren, zeigt den bis heute in manchen Punkten unaufgeklärten Abgrund dieses Falles.
Eine amüsante Anekdote wie die des Opel-Betriebsrates und DKP-Mitgliedes Peter Jaszczyk, der 1981 in Bottrop einem Anwerber des Verfassungsschutzes und CSU-Mitglied die Hosen herunterzog und anhand eines dabei gefundenen Lottoscheines den Klarnamen enttarnte, geben Hoffnung und machen Mut. Zwar wurde Jaszczyk für seine Ohrfeigen verurteilt, aber "dessen ungeachtet gilt allerdings überall in der Welt: Spitzelwerber müssen damit rechnen, vom Objekt ihrer Begierde verprügelt zu werden. Und das ist gut so", schrieb seinerzeit die taz.
Als Fazit schreiben die Autoren, daß es absolute Zahlen über Spitzel nicht gebe, aber daß es in den letzten 30 Jahren der BRD eher Hunderte als Dutzende waren, die auf die Linke angesetzt wurden. "Und wenn wir uns mit AutorInnen beim Bier oder Kaffee getroffen haben, saßen am Nebentisch mitunter ganz merkwürdige Leute. Alle haben nun Gelegenheit, dieses Buch in die Hand zu nehmen und damit zu tun, was sie möchten. Vor Wut reinbeißen oder aufmerksam lesen - den einen gönnen wir ihre Zahnschmerzen und den anderen wünschen wir Erkenntnisgewinn."
So ist den Autoren für ihre Arbeit zu danken. Daß sie sich nicht zu sehr haben deprimieren lassen oder gar paranoid geworden sind, sondern uns unterhaltsam und erkenntnisfördernd über ein vielschichtiges Thema aufklären.
Die Veranstaltung beginnt um 20.°° Uhr, kostet 6,-- Euro / ermäßigt 3,-- Euro, und wir wünschen uns, daß bei dieser Veranstaltung niemand ins Buch beißen muss.
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Lesung und Diskussion
Erheiterung, Rosenzimmer Rosenstr. 6, Meldorf
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Dienstag, 26.9.06, 19.30 Uhr
Eine Veranstaltung der Attac-Gruppe Dithmarschen in Zusammenarbeit mit dem Peter-Panter-Buchladen
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Eintritt:
EURO 3,--, ermäßigt EURO 1,50, Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Daniela Dahn: "Wem gehört die Republik?"
Daniela Dahn wurde 1949 in Berlin geboren. Parallel zum Abitur absolvierte Sie eine Berufsausbildung bei der DEFA. Danach studierte sie Journalistik und arbeitete als Redakteurin beim Jugendfernsehen. Ihre Sendereihe wurde abgesetzt, nachdem ein unliebsamer Liedermacher aufgetreten war, und junge Stahlarbeiter über Lohnfragen diskutiert hatten. Da Dahn auch gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns protestiert hatte, fanden sich im Fernsehen zunächst keine Aufgaben mehr für sie.
Seit 1982 arbeitet sie als freie Schriftstellerin. 1987 erschien gleichzeitig in Ost und West ihr Kultbuch „Prenzlauer Berg-Tour“.
Sie gehörte 1989 zu den Gründungsmitgliedern von „Demokratischer Aufbruch“, aus dem sie sich nach dem Wahlbündnis mit der CDU wieder zurückzog.
1998 kandidierte die parteilose Autorin auf Vorschlag der PDS als Laienrichterin für das Brandenburger Verfassungsgericht. Ihre Wahl scheiterte am Widerstand der SPD – Landtagsfraktion, die nach anfänglicher Zustimmung Zweifel an der Verfassungstreue der Dahn-Bücher erhob.
In ihren Nachwende-Büchern setzte sich Dahn kritisch mit den Demokratiedefiziten im Einigungsprozeß und der bundesdeutschen Verfassungswirklichkeit auseinander.
In ihren jüngsten Büchern ( zuletzt „Demokratischer Abbruch“, 2005 ) thematisiert sie den im wachsendem Tempo fortschreitenden Sozialabbau, die daraus erwachsende Bereicherung einer schmalen Oberschicht, sowie die schleichende Aushöhlung demokratischer Grundrechte.
Das Echo auf ihre Bücher ist, bis auf die FAZ („banales Amokläufchen“), durchweg positiv.
Daniela Dahn wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt 2004 mit dem „Ludwig-Börne-Preis“ für literarische Publizistik.
Zu ihrer Arbeit sagt sie: „Wer nicht versucht hat, sich einzumischen, soll nicht behaupten, es ginge nicht ... Schriftsteller sind nicht dazu da, Harmoniebedürfnisse zu erfüllen.“
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Lesung
Neue Holländerei Jungfernstieg 4, Meldorf
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Mittwoch, 2.8.06, 20.°° Uhr
Eine Veranstaltung des Literatursommers Schleswig-Holstein 2006 in Zusammenarneit mit dem
Literaturhaus Schleswig-Holstein, mit Unterstützung des Ministerpräsidenten des Landes SH, der
Sparkassenstiftung SH, des NLPVF
und des Kultursommers SH
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Eintritt:
EURO 6,--, ermäßigt EURO 3,--, Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Arnon Grünberg: "Gnadenfrist"
Jean Baptiste Warnke ("Mit so einem Namen kann man eigentlich nur Diplomat werden") verdingt sich als zweiter Mann an der niederländischen Botschaft in Lima. Größte Herausforderung dieses Jobs ist wohl die Recherche, ob ein hochrangiger Besucher aus den Niederlanden Vegetarier ist - oder mit gegrilltem Fleich erfreut werden kann.
Warnke ist konfliktscheu, behäbig, regelkonform, etwas ungelenk, zufrieden mit seinem Leben und seiner Familie, und das endet -wie bald zu merken ist- in einem Desaster.
Eines Tages lernt er bei seinem täglichen Abstecher in einem Café die junge Peruanerin Malena kennen und erliegt ihrem verführerischen Zauber.
"Wie Grünberg den Verfall diplomatischer Souveränität, bürgerlichen Glücks und westlicher Arroganz im Hexenkessel von Lima schildert, macht seine schmale Erzählung zu einem kleinen Meisterwerk." (Tages-Anzeiger Zürich)
Arnon Grünberg wurde 1971 in Amsterdam geboren. Nach dem Rausschmiss aus dem Gymnasium jobbte er als Gehilfe in einer Apotheke und als Tellerwäscher. Der klassische Karrieresprung zum Millionär blieb aber aus: Ein Versuch als Verleger endete im Konkurs.
Erfolg hatte er mit seinem ersten Buch, das er mit gerade einmal 23 Jahren schrieb: Blauer Montag, in dem er schonungslos Vorstellungen von Jugend, Liebe und Judentum zertrümmert. Ein Karrierewechsel ins Schauspielfach mißlang, Grünbergs Stücke wurden zwar aufgeführt, aber als Darsteller wollte ihn nach dem zweiten Stück niemand mehr sehen. Es blieb ihm das Schreiben.
"Dabei gehört Grünberg inzwischen zu den bedeutendsten Schriftstellern der jüngeren Generation. Seit über zehn Jahren fliegt der Holländer durch die internationalen Bestsellerlisten, legt fast jede Saison ein neues Buch vor, schreibt daneben noch mindestens zwei Kolumnen pro Woche für Zeitungen und produziert Pointen wie andere Leute Handygebühren. Nicht umsonst gilt er als neuer Woody Allen. Für den FAZ-Rezensenten Dirk Schümer ist Grünberg schlicht ›ein Genie, ein literarischer Jahrhundertglücksfall‹. Kann man Lobgesänge dieser Preislage überhaupt steigern? Und doch müßte man es können, denn Grünberg wird mit jedem Buch noch besser." (Buchkultur Wien)
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Lesung
Restaurant & Brasserie V Klosterstr. 4, Meldorf
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Freitag, 19.5.06, 20.°° Uhr
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Eintritt:
EURO 6,--, ermäßigt EURO 3,--, Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Frank Schulz: "Das Ouzo-Orakel"
„Sehnsucht“, so, das weiß ich noch genau, begann Theo „ist schlimmste Sucht, die gibt. Kriegst du niemals weg. Wirst du nie geheilt davon.“ (Das Ouzo-Orakel)
Nach schwerer psychischer Erkrankung und längerem Aufenthalt in einem fränkischen Sanatorium hat sich Bodo Morton nach Griechenland abgesetzt, genauer gesagt nach Kouphala, einem halbtouristisierten Fischerdorf am Ionischen Meer. Seit nunmehr vier Jahren führt er dort in einem Häuschen auf einem Felshang ein asketisches Leben - direkt oberhalb jener Bucht, die vor Jahrtausenden Schauplatz des Kampfes zwischen Odysseus und dem Kyklopen gewesen sein soll. So vergegenwärtigt es sich Bodo jedenfalls allmorgendlich, wenn er in die Bucht hinabsteigt, um dort seine täglichen Schwimmübungen zu absolvieren, die der Auftakt zu einem disziplinierten, penibel mittels Stundenplan geregelten und vor allem einsamen Tagewerk sind: Lektürestunden (Homer), Recherche (Astrologie, Mythologie, Parapsychologie), Meditation (alternativ auch: Gymnastik), Griechisch-Unterricht (Vokabeln!) und Dichten.
Einziges geselliges Vergnügen in dem mönchischen Programm sind die allabendliche Boots-Überfahrt und der Besuch der Taverna Plaka, die freilich ebenso strengen Grundsätzen wie sein sonstiges Leben in der Hütte unterliegen: kein Nikotin, kein Alkohol und vor allem keine Frauen (Linksknöpfer)!
In der Taverna Plaka kommen alle zusammen: die griechischen Ureinwohner von Kouphala, Touristen und die eingeschworene Gemeinde der deutschen Alltagsflüchtlinge. Spyros der Ältere und sein Enkel Spyros der Jüngere, in dessen Grübchen sich die Touristinnen reihenweise verlieren, der zahnlückige Bauer Kosta brava und der prächtige Barmann Sotiris. Deutsche Dauerflüchtlinge wie Bodo oder Ex-Schlagersänger Ingo, die sich in Griechenland niedergelassen haben und Kurzzeitflüchtlinge wie Bodos Bekannte, die stolze Karin und die gütige Manu aus Hamburg - oder Zen-Sven aus Berlin, dessen esoterische Vorträge über Sternzeichen, außersinnliche Wahrnehmung oder Lichtnahrung allseits gefürchtet sind: „Die Gurus in Indien konnten dit, aba jab’s ooch im Westen. Die heilje Therese von Dingens, Name ha’ck vajessen jetze, die zum Beispiel jedenfalls hat jahrelang nüscht anderit jegessen als eene Hostje teeglich“. Bodo findet sie herrlich, die Abende in der Taverna Plaka, mit dem gegrillten Fisch, den Wortgefechten, dem griechischen und gräcogermanischen Gesang und Ouzo für die anderen. Doch das beste daran ist die Gewißheit, daß er den nächsten Morgen mit Schwimmübungen und in Seelenruhe in der Odysseus-Bucht beginnen wird.
Doch dann taucht eines Abends Monika Freymuth in der Taverna Plaka auf, eine Frau, die Bodo Morton von der ersten Sekunde an zugleich fasziniert und abstößt. Und die ihn auf seltsame Weise an jemanden erinnert: Tatsächlich stellt sich heraus, daß Monika Bodos erste Jugendliebe war - seine Schützenprinzessin aus Beeckdörp. Gut einunddreißig Jahre ist das her, weshalb Bodo sie nicht gleich erkennt - dann aber umso heftiger.
Monika hat es auf der Suche nach ihrem Ehemann, der wegen einer Ehekrise nach Griechenland geflohen war, ans Mittelmeer verschlagen. Wahrscheinlich befindet er sich im Nachbarort. Monika geht in Kouphala in Lauerstellung. Und Bodo nimmt die Rolle des Therapeuten und Intimus, der Monika mit gutem Rat aus ihren Eheproblemen und zu sich selbst zurück verhelfen will, nur zu gerne an. Zu spät jedoch bemerkt er, daß er, der den Linksknöpfern auf immer abgeschworen hatte, ihnen nun erneut anheimzufallen droht. Sein Leben gerät aus den Fugen - und selbst der fast unfehlbare, dreistufige Alarmplan, den er sich vorsorglich zurechtgelegt hat, greift nicht richtig.
In seiner Not wendet sich Bodo Morton an Theo, das Ouzo-Orakel, einen im Campingbus auf einem Berggipfel lebenden Einsiedler, bei dem auch die Einheimischen Rat suchen, wenn sie nicht mehr weiter wissen. Bewaffnet mit einer Fünf-Liter-Bombe macht sich Bodo auf in die Berge ...
Das Ouzo-Orakel ist erzkomisch, bacchantisch, verklemmt, verzweifelt und hemmungslos sentimental. Wie zumeist bei Frank Schulz geht es um Sucht, Suff und Sehnsucht, um die Tyrannei der Drüsen, die Schrecken des Rückfalls und das richtige Leben im falschen. Grandios beherrscht Schulz die Klaviatur der verschiedensten Sozio-, Dia- und Natiolekte (nebst dazugehöriger Mentalitäten), die Sprache des verräterischen Details und die Kunst der penetranten Wiederholung. Ein Roman voller Leben und Leere, voll asketischer Trolle, Linksknöpfer, Homer, Dalaras und Ouzo.
Frank Schulz wurde 1957 in Hagen bei Stade geboren und lebt als freier Autor in Hamburg. 1991 erschien sein erster Roman: "Kolks blonde Bräute", der erste Teil der Hagener Trilogie. Elf Jahre später 2002 folgte - nach und mit bewegter Editionsgeschichte - "Morbus fonticuli oder Die Sehnsucht des Laien". Frank Schulz bekam im Laufe seines Lebens einige Stipendien zugesprochen und noch viel zu wenige Literaturpreise, u.a. den Literaturpreis des Landes Niedersachsen und dem Hubert-Fichte-Preis der Stadt Hamburg.
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Lesung im Hotel "Zur Linde"
Südermarkt 1, 25704 Meldorf
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Dienstag, 4.4.06, 19.30 Uhr
Eine Veranstaltung von: Unternehmen Leselust - Verein zur Förderung der Meldorfer Stadtbücherei und dem Peter Panter Buchladen
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Eintritt:
EURO 5,--, Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Erich Maletzke: "Siegfried Lenz. Eine biographische Annäherung"
Über sein Privatleben spricht Siegfried Lenz nicht gerne, und obwohl er einige autobiographische Skizzen veröffentlicht hat, liegen seine Kindheit, die Jugendjahre und die Kriegszeit weitgehend im Dunkeln. Nach umfangreichen Recherchen im In- und Ausland hat Erich Maletzke erstmals den Lebensweg des in Masuren geborenen Literaten nachgezeichnet. Dabei zeigt sich, daß fast alle über Siegfried Lenz veröffentlichten Lebensläufe zumindest teilweise umgeschrieben werden müssen.
Ein Blick auf das mächtige Gesamtwerk von Siegfried Lenz, aus dem die Romane "Deutschstunde" und "Heimatmuseum" sowie die heiteren Geschichten aus Suleyken herausragen, läßt erhebliche Qualitätsschwankungen erkennen. Daraus erklärt sich, daß kein anderer deutscher Schriftsteller der Nachkriegszeit in seiner 60-jährigen "Dienstzeit" so viele Höhen und Tiefen durchleben mußte wie Siegfried Lenz.
Erich Maletzkes mit Distanz und zugleich Einfühlungsvermögen geschriebene Biographie führt durch das Werk dieses Autors und läßt den Leser und die Leserin die Wechselfälle seiner Entwicklung nacherleben.
Erich Maletzke lebt als Journalist und Autor in Dithmarschen. Er schrieb Geschichten über Italien und mehr als ein dutzend Bücher.
Er war Chefredakteur der Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung in Rendsburg und Chefkorrespondent für die Blätter des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages. HörerInnen der NDR1-Welle Nord schätzten über Jahrzehnte seinen "Ironischen Wochenrückblick".
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Vortrag im Peter Panter Buchladen
Zingelstr. 12, 25704 Meldorf
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Sonnabend, 11.2.06, 20.°° Uhr
Eine Veranstaltung von: Lesbenstammtisch in Dithmarschen in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle des Kreises Dithmarschen Veranstaltung nur für Frauen
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Eintritt:
Spende, Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Imke Deistler: "Lesbische Liebe in TV Serien"
Wo sind Lesben im Fernsehen sichtbar und wie sind sie sichtbar ?
Gibt es Unterschiede in der Darstellung von lesbischer Liebe im Fernsehen im Vergleich zu Kinofilmen ? Anhand von Filmausschnitten geht Imke Deistler diesen und anderen Fragen nach.
Sie sensibilisiert die Zuschauerinnenaugen für weibliche Erotik und beleuchtet kritisch die zunehmende Präsenz im TV.
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Lesung in der Neuen Holländerei
Jungfernstieg 4, 25704 Meldorf
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Donnerstag, 19.1.06, 20.°° Uhr
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Eintritt:
6 Euro / erm. 3 Euro, Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Mareike Krügel liest: "Die Tochter meines Vaters"

Als Felicia in Kleinulsby bei Eckernförde geboren wird, gibt es auf der Namensliste ihrer Eltern keine Mädchennamen. Das F. allerdings ist vorgegeben, da der Vater sein Unternehmen schon mit Blick auf die nächste Generation "F. Lauritzen Bestattungen" genannt hat.
Sie wird Felix von ihrem Vater gerufen und schon vor der Schule in die Arbeit des Betriebes eingeführt. Er sieht in ihr weniger das Mädchen (und später die junge Frau) als den künftigen Bestatter. Auch außerhalb des Familienkosmos fühlt sie sich eher von mädchenfernen Unternehmungen angezogen. Mit ihrem Grundschulfreund, dem schweigsamen Bauernsohn Gunnar, erklettert sie von Bäumen bis Häusern alle Anhöhen, die die Umgebung Eckernfördes zu bieten hat. Auch Gunnar und seine Mutter bemerken Felicias ungewöhnliche Eigenschaften:
"Sie sah mich lange an und lächelte dann ein bißchen schief.
'Du bist ein ungewöhnliches Mädchen, Felix', sagte sie. 'Sie ist kein Mädchen', sagte Gunnar mit vollem Mund. 'So? Was ist sie denn dann?', fragte seine Mutter. 'Weiß nicht', sagte Gunnar, 'was anderes.'
Ich wußte, was ich war. Ich war Bestatter, und Bestatter kannten keine Angst, und wenn doch, so konnten sie lernen, sie zu überwinden. 'Manche Dinge kosten Überwindung', pflegte mein Vater zu sagen, 'Aber gemacht werden müssen sie.' "
Diese kleinen Merksätze des Vaters begleiten auch noch die erwachsene Felicia, von der Mareike Krügel in einer zweiten Ebene erzählt. Felicia ist keine Bestatterin geworden, sondern liest krisenbewegten Kunden und vor allem Kundinnen Konflikte und Lösungswege aus den Tarotkarten.
Mit Felicia und den Männern hat es bisher nicht so geklappt, zwar gibt es den Fernfahrer Kohlmorgen, der sie heiraten möchte, den sie aber nicht liebt und den "Mann von unten", der zwar so gut mit einer Hand ein Kondom überziehen kann, sie aber nur besucht, wenn er Streit mit seiner Freundin hat. Sie kann und will sich seinen Namen nicht merken.
Cary Grant aber ist ihre große heimliche Liebe. Als sie auf einem Photo den Mann einer Kundin sieht, erkennt sie in ihm Cary Grant wieder und weiß, daß sie diesen Herrn Schmidt kennenlernen will.
Ihr hilft ihre 13-jährige Freundin Randi, die einen regelrechten Eroberungsplan ausarbeitet. Verwirrung stiftet dabei aber "Die Andere Frau", die Schmidts Wohnung nur alleine verläßt, wenn er nach Hause gekommen ist.
Währenddessen wird die junge Felicia älter. Ihre und Gunnars Wege trennen sich in Hauptschule und Gymnasium.
Doch "die Lücke, die Gunnar in meinem Leben hinterließ, als ich nach Eckernförde auf die neue Schule kam, wurde von Tobi schnell und gründlich ausgefüllt. Alles, was Tobi tat, war gründlich."
Mit der Frage, wie frau sich denn während ihrer Tage fühle, bindet er Felicia an sich. Mit Tobi zusammen entdeckt sie das Forschen, das Hinterfragen und das Philosophieren, die ersten Risse im Familiengefüge werden spürbar.
Doch warum Felicia nicht Bestatterin geworden ist, auch diesen Spannungsbogen hält Mareike Krügel gekonnt aufrecht und löst ihn erst gegen Ende des Romanes in einer wunderbar-skurrilen Sylvestergeschichte auf.
Natürlich ist "Die Tochter meines Vaters" ein Entwicklungsroman und eine Geschichte über (Geschlechter-)Identitäten, aber er ist so erfrischend und unterhaltsam, daß Mareike Krügel herausragt durch "das handwerkliche Können und das erzählerische Potenzial, das in trockenem Humor mit rabenschwarzen Anteilen seinen schönsten Ausdruck findet.'" (Verden-Aller Zeitung)
Mareike Krügel ist 1977 in Kiel geboren und lebt in Hamburg. Sie studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig.
2003 erschien ihr erster Roman "Die Witwe, der Lehrer, das Meer", im September 2005
"Die Tochter meines Vaters".
2003 wurde Mareike Krügel mit dem Förderpreis für Literatur der Stadt Hamburg ausgezeichnet.
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Lesung in der Neuen Holländerei
Jungfernstieg 4, 25704 Meldorf
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Mittwoch, 14.12.05, 20.°° Uhr
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Eintritt:
6 Euro / erm. 3 Euro, Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Kristof Magnusson liest : "Zuhause"
Lachen im Keller oder Island ohne Elfen und Björk

Lárus, den es als Neunjährigen mit seinem Vater von Reykjavik nach Hamburg verschlagen hatte, kehrt -seit er ein junger Mann ist- alljährlich an seinen Geburtsort zurück, um dort Weihnachten mit alten Freunden zu feiern.
"Wie jedes Jahr bemühte ich mich, den Dezember mit einer milden, fast gleichgültigen Gelassenheit auf mich zukommen zu lassen... Alles war in bester Ordnung. Warum auch nicht? Ich hatte nichts gegen Weihnachten. Das Problem war, dass Weihnachten oft etwas gegen mich hatte."
Alles ist anders als erwartet: Làrus' Freundin aus Kindertagen, Matilda, hat sich von ihrem Freund Svend getrennt und ist in eine chaotische Wohngemeinschaft gezogen. Svend ist zurück nach Schweden gegangen und auch Làrus ist wieder Single. Verwirrt und traurig, weil sein Geliebter Milan ihn kurz zuvor verlassen hat. Nur ein kleiner Trost ist die alte Abmachung zwischen ihm und Matilda: "Bevor wir beginnen würden, uns selbst Botschaften auf den beschlagenen Badezimmerspiegel zu schreiben und uns nachmittags beim Bäcker über den Klang der eigenen Stimme zu wundern, würden wir zusammen ziehen. Sie und auch ich konnten jederzeit den anderen darum bitten, wenn wir es allein nicht mehr aushielten."
Sie halten es aus, irgendwie, doch der melancholische Grundton des Anfangs durchzieht den Roman bis zum Ende. Làrus, der sein Geld damit verdient, daß er Vögel in Großstädten filmt, und Matilda stürzen sich ins Reykjaviker Nachtleben, dröhnen ihre Köpfe mit Popmusik zu, rauchen Unmengen von Zigaretten und spülen ihren Kummer mit viel zu viel Alkohol weg.
Was Làrus schließlich hilft: er läßt seine Jahre mit Milan in seiner Erinnerung Revue passieren und schreibt sich den Schmerz um den verlorenen Geliebten nach und nach von der Seele - hingekritzelt auf die freien Stellen von Busfahrplänen, als Brief adressiert und nie abgeschickt an die "Gesellschaft für Liebeskranke" in Zürich.
Über seine Familie hat er sich nie viele Gedanken gemacht. Dass er jetzt damit anfängt, hängt mit seinem ehemaligen Klassenkameraden Dagur zusammen. Dessen einflussreiche Familie führt ihre Genealogie zurück bis auf die altisländische Saga von Egill Skalagrimsson. Von Làrus wegen seines Familienfimmels zunächst belächelt, gelingt es Dagur schließlich doch, diesen selbst damit zu infizieren. Dass Làrus dabei Dinge über seine eigene Famile herausfindet und dabei in einer rasanten Krimigeschichte landet, könnte ein wenig konstruiert wirken, doch gelingt es Magnusson dank seines abwechslungsreichen Stils, seines großartigen Sprachgefühls und seiner rasanten Dialoge, die Geschichte überzeugend zu Ende zu erzählen und dabei wunderbar zu unterhalten.
Dabei werden auch die gängigen Island-Klischees aufs Korn genommen:
" 'Bevor auf Island eine Straße gebaut wird, muss ein staatlicher Elfenbeauftragter herausfinden, ob da auch keine Elfen wohnen. Sonst wird die Straße drumherum gebaut', sagte Raphael. Ich wußte nicht ob er zu Matilda sprach oder mir, die wir seit Jahren mit der Angst lebten, von Ausländern auf das Elfenthema angesprochen zu werden. In diesem Sinn waren Elfen für Isländer das, was für die Deutschen die Nazis waren. Mit dem Unterschied, dass es in Deutschland kaum Menschen gab, die behaupteten, kleine Horden androgyner SA-Männer schwebten in ihrem Garten herum und böten bei bestimmten häuslichen Verrichtungen ihre Hilfe an... Wenn man als Isländer nicht auf Elfen angesprochen wurde, dann auf Björk , wobei Björk in den Augen der Welt längst als Elfe galt."
Kristof Magnusson ist 1976 in Hamburg geboren, seiner Ausbildung zum Kirchenmusiker folgte der Zivildienst, den er in New York in der Obdachlosenarbeit leistete. Er hat am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und an der Universität Reykjavik studiert. Seine bisherigen Veröffentlichungen, die Theaterstücke "Der totale Kick" und "Männerhort" wurden mit großem Erfolg an verschiedenen Theatern aufgeführt. Neben verschiedenen Stipendien wurde er 2003 mit dem Literaturförderpreis der Stadt Hamburg ausgezeichnet.
Mit einem Ausschnitt aus "Zuhause" (seinem ersten Roman) hat er 2005 am Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teilgenommen. Allerdings war "Zuhause" für die dortigen Kritiker zu "unterhaltsam". Kristof Magnusson erinnerte das an Schiffeversenken, und er sagt: "Ich war ganz zufrieden, schließlich war mein Text ja fast der einzige, um den es in diesem Jahr überhaupt so etwas wie eine Debatte gab. Und wenn 'Zuhause' jetzt einigen Leuten nicht gefällt, die für gewöhnlich zum Lachen in den Keller gehen, kann ich damit gut leben."
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Lesung in der Ditmarsia
Süderstraße 16, 25704 Meldorf
Sonnabend, 12.11.05, 20.°° Uhr
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Eintritt:
6 Euro / erm. 3 Euro, Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Birgit Vanderbeke liest aus "Sweet Sixteen"
Rätselhaftes, beunruhigendes passiert in Deutschland: Jugendliche verschwinden spurlos an ihrem 16. Geburtstag. Meks ist der erste:
"Der Junge war am Morgen aufgestanden, die Eltern hatten ihm gratuliert, der Tisch war gedeckt gewesen, die traditionelle Gummibärchentorte aus Meks ersten Jahren hatte inzwischen eine Menge mehr Kerzen drauf, Meks verzog wie immer in den letzten Jahren das Gesicht, als er die Torte sah, und weder seine Mutter noch sein Vater hätten sagen können, ob es ein gerührt-ironisches oder leicht verächtliches Lächeln war, womit Meks auf den Tisch, die Torte und die Geschenke reagierte und überhaupt eigentlich auf fast alles seit einiger Zeit ... Kann ein bißchen später werden, war das letzte, was seine Eltern von ihm hörten."
Als nächstes verschwinden Koi aus Weiden, Fog aus Trier, Elmo aus Salzgitter, Baxx aus Schwerin. Ihre Handys landen per Post bei wildfremden Menschen. Die Öffentlichkeit zittert um das Leben der 16jährigen. Denkt an Entführung und Massenmord. Dann tauchen hellblaue T-Shirts auf. "Free your mind" steht vorne drauf, auf dem Rücken "Sweet Sixteen". Sie und ein paar Erklärungen via Internet lassen bald keinen Zweifel mehr: die Jugendlichen sind abgehauen.
Spürbar lust- und schwungvoll erzählt Birgit Vanderbeke, wie die Stimmung in Deutschland kippt bis zur Hysterie. Eilig werden Expertenrunden zusammengetrommelt, Schuldige gesucht. Vernachlässigung durch die Eltern und Computerkonsum werden als Hauptübel gegeißelt.
Man diskutiert Sperrbezirke. Die Polizei gibt keine Zahlen mehr heraus, wieviele 16jährige verschwunden sind. Aber es werden immer mehr. Der Kanzler hält eine Rede an die Jugend der Nation. Als in der Öffentlichkeit von der 'Aufkündigung des Generationenvertrags' geredet wird, reagieren die Jugendlichen erneut mit einer Erklärung:
"Es wird einige Leute schocken, fing sie an, aber mehr können wir leider nicht für sie tun, als ihnen ein bißchen auf die Sprünge zu helfen. Von Vertrag zwischen uns und Ihnen kann keinstens die Rede sein. Erstens hat den keiner unterschrieben, und zweitens sind wir, falls es noch keiner gemerkt hat, aus dem gesamten Saftladen ausgetreten und kümmern uns um uns selbst."
Birgit Vanderbeke wurde 1956 in Dahme geboren und lebt im Süden Frankreichs. Sie wurde 1990 für die Erzählung "Das Muschelessen" mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet, viele weitere Preise und Auszeichnungen folgten. Ihre letzten beiden Bücher waren: "Geld oder Leben" und "Schmeckt's? Kochen ohne Tabus". Wie schon in "Geld oder Leben" richtet sich auch in "Sweet Sixteen" ihr Blick mehr auf den -wie sie ihn nennt- öffentlichen Pfusch. Zu "Sweet Sixteen" sagt sie :
"Ich wollte...über Menschen in der Pubertät schreiben, und zwar nicht pädagogisch... Als ich darüber nachdachte, wie ich die Erzählperspektive anlegen könnte, fand ich..., dass man fairerweise zugeben sollte, daß Erwachsene da ziemlich 'draußen' sind. Und am konsequentesten kann man dieses 'Draußen-sein' vorführen, wenn man die Jugendlichen gewissermaßen in ihrer Blackbox verschwinden lässt und nur die Hilflosigkeit und das Nicht-Verstehen der Erwachsenen zeigt. Im Übrigen frage ich mich, was uns eigentlich glauben lässt, die nach uns Kommenden würden die Welt und deren Regeln, die wir ihnen bieten, ernsthaft besonders attraktiv finden. Sie tun es nicht."
Birgit Vanderbeke ist mit "Sweet Sixteen" eine phantastische und kriminell-groteske Geschichte gelungen, die wunderbar zu lesen ist, und durch deren Seiten die Hoffnung auf ein besseres Leben in einer besseren Welt aufscheint.
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Lesung im V
Klosterstr. 4, Meldorf
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Freitag, den 21.10.05, 20.°° Uhr
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Eintritt:
6 Euro / erm. 4 Euro, Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Heiner Egge liest "So weh an der Sonne"
Heiner Egge ist 1949 in Heide geboren und wuchs dort auf dem elterlichen
Hof auf.
Er studierte Germanistik und Geschichte, lebte lange in Freiburg im
Breisgau und bereiste den Mittelmeerraum, Ost- und Westafrika.
Heute wohnt er als freier Schriftsteller in Östermoor nahe der Eider.
"So weh an der Sonne", das ist eine Weltreise ganz eigener Art. Der Held
heißt Beschenbossel, Landmann auf dem Grundhof, der Schafzucht und ab
und an der Schwermut verfallen. Aber er will raus aus allem. Einfach
fortgehen, verreisen. Also pachtet er sich eine Kabine auf einem großen
Frachtschiff, Kurs Westafrika. So fängt es an. Und am Ende hat er sich
selber und sein ganzes Leben besichtigt, die fremden Küsten berührt er
jedoch nur von Ferne. Ebenso die Menschen, die ihm auf dieser
Seelenreise begegnen.
Da sind die Frauen und ihr Geruch. Josephine zum Beispiel, mitreisender
zahlender Passagier, und ihre Mutter. Oder Frida, ein verlorenes
belgisches Kind, das sich an Bord schleicht und das Beschenbossel dann
in seine Obhut nimmt, es versteckt hält und eine heimliche Liebe wachsen
lässt.
Später die anderen blinden Passagiere: vier Schwarzafrikaner, denen auf
dem Vorschiff ein eigener Staat zuerkannt wird. Ihnen vererbt
Beschenbossel seinen norddeutschen Hof: und seht auf dem Heuboden nach!
Dazu die Kapitäne des Schiffes, die Besatzung, die fliegenden Fische und
all die afrikanischen Häfen mit ihren Gesichtern und Händen. Menschen
über Menschen. Und ständig zu Besuch auf der Seereise seine Mutter, die
schon lange tot ist. Mit ihr kaut er alles noch einmal durch: Kindheit
und Herkommen, das Vertraute und das Fremde, das Misslungene und das
Schönste der Welt. Die falschen Entscheidungen, das Versäumte. Manchmal
ist dann auch der Vater dabei, der aus der Gefangenschaft zurückkehrt
und nun endlich ausspielen will.
Und baut den Viehbestand wieder auf!
Es sind die Tropen, die ewige Schwüle, das Leben wie hinter einer
Milchglasscheibe. Beschenbossel staunt und zittert. Liebt. Das
Exotische. Aber geht in keinem Hafen an Land. Erst als das Schiff
zurückkehrt, als er alles gesehen hat, kann er seine Kabine verlassen
und die Bekanntschaft mit etwas anderem machen. Das Ende der Reise ist
märchenhaft, kein Untergang.
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Lesung in der Ditmarsia
Süderstr. 16, 25704 Meldorf
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Freitag, den 23.4.2004, 20 Uhr
Internationaler Tag des Buches
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Eintritt:
6 Euro / erm. 3 Euro, Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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BIRGIT VANDERBEKE LIEST " GELD ODER LEBEN"
Zum sechsten Mal macht Birgit Vanderbeke auf Einladung des Peter Panter
Buchladens in Meldorf Station. Am internationalen Tag des Buches, am ab 20°° Uhr, wird sie in Meldorf in der Ditmarsia,
Süderstrasse 16, aus ihrem neuen Buch " Geld oder Leben" lesen.
Birgit Vanderbeke läßt in "Geld oder Leben" eine Erzählerin
die letzten 40 Jahre deutscher Geschichte mit scheinbar
kindlich unschuldigem Blick Revue passieren.
"Es ist damit nicht anders als mit der Demokratie
oder der großen Liebe oder der heilen Familie oder dem Weltfrieden.
Entweder man glaubt es, oder man glaubt es nicht.
Wenn alle daran glauben, heißt es, es funktioniert."
Die Erzählerin zum Beispiel glaubt als erstes an Schokolade.
Ihre Großmutter an Hüte und Handschuhe.
Um im Herbst auch an Pfifferlinge.
Die Lehrerin glaubt an Gerechtigkeit,
die Studenten zuerst an verschiedene "Nein Danke" und später
alle an die große Geldvermehrung.
Birgit Vanderbeke erzählt leicht, spielerisch und analysiert gleichzeitig
messerscharf die Entwicklung und Zustände einer Gesellschaft,
in der fast jeder jeden Preis zahlt,
um mitzuhalten und Reichtum zu schaffen.
Und wer nicht mithalten kann oder bei dem es nicht funktioniert,
"habe eben nicht stark genug daran geglaubt."
Sie bringt ironisch zugespitzt auf den Punkt,
wo das Geld und wo das Leben drin ist.
Und wo der Wurm. Sie tut dies mit Humor
und stets mit einem Augenzwinkern.
Birgit Vanderbeke lebt, wenn sie nicht auf Lesereise ist,
im Süden Frnkreichs. Sie wurde 1990 für ihre Erzählung
"Das Muschelessen" mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet.
1997 erhielt sie den Kranichsteiner Literaturpreis und
1999 den Solothurner Literaturpreis für ihr erzählerisches Gesamtwerk.
2002 wurde ihr der Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster verliehen.
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Lesung in der Ditmarsia
Süderstr. 16, 25704 Meldorf
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Montag, den 5. Mai 2003 um 20 Uhr
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Eintritt:
6 Euro / erm. 3 Euro, Kartenvorbestellungen ab sofort: Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, Email: buchladen_at_peter-panter.de
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Judith Hermann liest aus "Nichts als Gespenster"
Ihr Debüt "Sommerhaus, später" erschien 1998 und wurde von der Kritik hymnisch gefeiert. Viele der Besprechungen sahen es als ein "Identifikationsmuster einer ganzen Generation". Die FAZ schrieb: "Es gibt keine andere junge Autorin mit einer so ausgeprägten eigenen Stimme... Auf kein Buch wird so lautstark gewartet, wie auf ihr nächstes", und Marcel Reich-Ranicki befand im Literarischen Quartett: "Wir haben eine neue Autorin bekommen, eine hervorragende Autorin... Ihr Erfolg wird groß sein." Das Buch wurde mit über 250.000 verkauften Exemplaren und Übersetzungen in 17 Sprachen zu einem der größten literarischen Erfolge der letzten zehn Jahre.
Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren, studierte dort Germanistik und Journalismus, war als Sängerin mit der Band "Poems for Laila" aufgetreten und hatte nebenbei gekellnert . Nach einem Zeitungspraktikum in New York "habe ich von diesem Aufenthaltsstipendium in Wewelsfleth gehört und mich mit dafür geschriebenen Ansätzen zu Erzählungen beworben", erinnert sie sich. "Und als ich dieses Stipendium bekam, war ich eigentlich sehr erfreut und auch ein bißchen aufgeregt. Ich saß plötzlich in diesem Dorf auf dem Land und hatte in der ersten Woche täglich den Impuls, wieder abzureisen." Sie blieb da und "Sommerhaus, später" entstand. Hierfür erhielt sie 1998 den Literaturförderpreis der Stadt Bremen, 1999 den Hugo-Ball-Förderpreis und 2001 schließlich den renommierten Kleist-Preis, den sie damals -schreibend an dem neuen Buch- als "ungeheure Zumutung" empfand.
Ende Januar ist nun "Nichts als Gespenster" erschienen und das Branchenmagazin "Buchreport Express" notierte dazu: "So viel Aufregung vor dem Start eines Buches war nie... Die Medien haben sich schon vorher in huldvollen Beiträgen überschlagen... Mit dem Versenden der ersten Fahnen sei dann ein wahrer Ansturm von Anfragen eingegangen." Bereits eine Woche nach Erscheinen stand das neue Buch auf Platz 1 der Bestenliste des Südwestfunks SWF und der Bestsellerliste des Spiegel. "Wenn jetzt das zweite Buch von Judith Hermann erscheint, werden die Buchhandlungen zu Pilgerstätten... Es muss einem Erwartungsdruck standhalten, der okkulte Züge annimmt", schreibt Helmut Böttiger in der Stuttgarter Zeitung.
"Ruth sagte: 'Versprich mir, daß du niemals etwas mit ihm anfangen wirst'. Ich erinnere mich, wie sie aussah dabei. Sie saß auf dem Stuhl am Fenster, die nackten Beine hochgezogen, sie hatte geduscht und sich die Haare gewaschen, sie trug nur ihre Unterwäsche, ein Handtuch um den Kopf geschlungen, ihr Gesicht sehr offen, groß, sie sah mich interessiert an, eher belustigt, nicht ängstlich."
So beginnt die erste von sieben neuen und längeren Geschichten, wieder geht es um die Liebe, nur das die Protagonisten älter und vielleicht gelassener geworden sind und "die Autorin witziger und lakonischer... weil sie alle geschrieben sind, wie bloß Judith Hermann es kann, in diesem ihr eigenen Ton, der ist wie ein Sog." (Stern)
Sie selber schreibt über das Buch: "Ich finde auch, daß sich am Ton nichts geändert hat, aber die Figuren und deren Verhalten haben sich verändert. Die neuen Figuren sind resignativer und trotzdem glücksfähiger. Vielleicht ist das auch eine bestimmte Form des Älterwerdens. Es gibt eine Verantwortung zwischen den Figuren... Sie haben nicht mehr die Radikalität und Konsequenz, ihre Häuser zu verbrennen, wenn ihre Utopien nicht eingelöst werden, Schnitte zu machen und etwas Neues anzufangen".
"Das Buch erzählt von Menschen, die nicht bei sich angekommen sind... In diesen Geschichten geschieht wenig. Und doch ereignet sich etwas, wird vielleicht die Zeit angehalten, eine Erinnerung festgefroren, setzt sich eine Sehnsucht fest... Es sind keine heftigen und lauten Geschichten. Judith Hermann versteht sich auf die Kunst der leisen Verschiebungen, der beinahe lautlosen Verrückungen, die das Wirkliche unwirklich machen, das was festzustehen scheint, aufweichen...(Die Figuren) reisen, weil sie nicht ankommen können. Sie sind unterwegs, weil sie Veränderungen wünschen und doch nicht wollen... Es sind keine fröhlichen oder auch nur heiteren Geschichten. Eine Melancholie liegt über allen Texten, eine leise Trauer, die nicht vom Unerreichten oder Unerreichbaren spricht, sondern vom nicht Erlangten... Es ist ein ausgereiftes, wunderbares Buch, das auch die höchsten Erwartungen, die..."Sommerhaus, später" geweckt hat, mit Leichtigkeit einzulösen vermag." (Neue Luzerner Zeitung)
"Versteht man das? Eine Geschichte ohne Pointe, eine Geschichte, in der es um gar nichts gehen soll und um alles." Und so ist es plötzlich da, "dieses kurze Türöffnen, das ein Schlaglicht wirft auf einen einzigen kleinen Augenblick, der etwas ganz Entscheidendes ausdrückt" (Judith Hermann über eine Geschichte von Ernest Hemingway).
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Lesung im Bornholdt
Zingelstraße 14, 25704 Meldorf
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Donnerstag, 23.1.03 um 20 Uhr
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Dagmar Leupold : "Eden Plaza"
"Eden Plaza" ist wie eine Geschichte aus 1001 Nacht: Ein Paar in einem Hotel, sich liebend, redend, ineinander verschlungen, neugierig, gierig. Es ist ein heimliches Treffen, die Zeit ist knapp, es gibt viel zu erzählen, ein ganzes Leben.
Die Erzählerin spricht zu ihrem Geliebten, Ihrem "König". Sie folgt Erinnerungen und Einfällen, läßt Stationen ihres Lebens und ihrer Ehe Revue passieren, findet Bilder, deutet die Szenen, klug und leidenschaftlich zugleich. Das Leben mit ihrem Mann und den Kindern, die allmähliche Entfremdung und die Ehe, die trotz des guten Willens der Liebenden zu Ende geht, werden plastisch und präzise dargestellt. Dabei ist die Geschichte assoziativ und abschweifend erzählt, und wirkt doch wie auf eine Perlenkette geschnürt.
Wie Scheherazade ihren König fesselt, so fesselt die Erzählerin ihren Geliebten - und so auch die ZuhörerInnen ! - mit einer reichen und dichten Geschichte über die Liebe und die Ehe, über Lust und den Alltag, und über Ausbrüche daraus. Aus Anspielungen, in Reflexionen und Episoden, entwickelt sich in diesem Roman, intelligent und wahrhaftig, eine Poesie des Liebens und der Lebenskunst.
" Im Dunkel, nein jetzt defintiv bereits Halbdunkel, sah ich dich gestikulieren, und es erschien mir unvorstellbar, daß ich einmal gelebt hatte, ohne dich zu vermissen. Deine Hand lag auf meinem Rücken, ein sanfter Ansporn, eine zärtliche Unterstützung. Dein Arm der Meridian, an dem entlang das Erzählen verlief."
So scheint man "manchmal zu staunen über das, was hier Kunst und Fantasie anstellen mit Erfahrung" (Die ZEIT).
Dagmar Leupold studierte Germanistik, Philosophie, Theaterwissenschaften und klassische Philologie. Nach ihrer Promotion in vergleichender Literaturwissen- schaft nahm sie seit 1994 Lehraufträge an den Universitäten in München, Bamberg, Mainz und Leipzig wahr.
Dagmar Leupold veröffentlichte bisher vier Romane, eine Sammlung Kurzprosa und drei Gedichtbände. Für ihren ersten Roman "Edmond: Geschichte einer Sehnsucht" wurde sie 1992 mit dem Aspekte-Literaturpreis ausgezeichnet. Zahlreiche weitere Preise und Stipendien folgten - zuletzt im Jahre 2002 die Liliencron-Dozentur für Poetik an der Universität Kiel.
Der Peter Panter Buchladen lädt -mit freundlicher Unterstützung des Bornholdt- zu diesem "Balanceakt auf dem Hochseil zwischen Leben und Schreiben" (Die ZEIT) ein und verspricht "schöne Höhenflüge" (Frankfurter Rundschau) entlang den Meridianen des Erzählens.
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Lesung und Filmabend in der Neuen Holländerei
Jungfernstieg, 25704 Meldorf
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Freitag, 22.11.02 um 20 Uhr
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Eintritt:
6 Euro / erm. 3 Euro, Kartenvorbestellungen ab sofort, Tel. 04832-4104
Fax 04832-5244, mail: buchladen_at_peter-panter.de
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ANTONIJE ZALICA : " GELBER SCHNEE "
Am Freitag, den 22.November, kam der Sarajevoer Schriftsteller und Filmemacher Antonije Zalica auf Einladung des Peter-Panter-Buchladens in die "Neue Holländerei" nach Meldorf. Er las aus seinem Roman "Gelber Schnee", der im Mannheimer Persona-Verlag erschienen ist, und zeigte einige von ihm selbst gedrehte Dokumentarkurzfilme. Die Übersetzerin seines Buches, Astrid Philippsen, reiste aus Berlin an und dolmetschte den Autoren im Gespräch mit dem Publikum.
Diese Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung,Schleswig-Holstein, und der Bewegung gegen den Krieg,Dithmarschen, statt.
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